Falschinformationen über Zähne und Angriffe auf Asylbewerberheime

Ich mag den Merz nicht. Ein Opportunist, der zwar große Parolen über Zuwanderung schwingt, aber nicht vorhat, wirklich etwas zu ändern. Ich mag auch Julian Reichelt nicht. Aber seine Recherche zur Statistik der Angriffe auf Asylbewerberheim, herausgegeben von Faesers Bundesinnenministerium, ist wirklich wichtig. Für alle, die es nicht mitbekommen haben: Von etwa “80 Angriffen auf Flüchtlingsheime”, die das Bundesinnenministerium für das erste Halbjahr 2023 angibt, kann nur ein Bruchteil davon auch wirklich als Angriff auf eine Asylunterkunft gewertet werden. Allerlei abstruse Fälle wurden auch hier wieder eingebracht, um die Lage schlimmer darzustellen, als sie wirklich ist. Das ist grundsätzlich nichts Neues, sofern es eine Amadeu-Antonio-Stiftung macht. Dort ist man nichts anderes gewohnt. Aber dass das BMI so tief sinkt – das schockiert mich dann doch. Selbst unter dieser Innenministerin

Die Liste der Absurditäten ist lang: Mal landeten Streitigkeiten aus einer Kneipe in der Statistik des Bundeskriminalamts. An anderer Stelle wurde der Diebstahl einer Regenbogenflagge vor einer „Internationalen Begegnungsstätte“ als Angriff auf ein Flüchtlingsheim bewertet. Mitunter gab es die aufgelistete Straftat überhaupt nicht, und weder Polizei noch Staatsanwaltschaft konnten auf Anfrage von „Nius“ entsprechende Daten finden. In nur einem von 80 Fällen gab es einen Angriff auf ein bewohntes Flüchtlingsheim, der rechten Tätern direkt zugeordnet werden kann.

Der nächste Wahnsinn

In Teterow (Mecklenburg-Vorpommern) griffen etwa drei alkoholisierte Deutsche einen Wachmann an und zündeten Böller; ein weiterer Hammer in Faesers Shitlist, die gerade noch durch die Schönbohm-Affäre glänzte. Apropos Schönbohm: Wäre das eigentlich Grund genug gewesen, den Rücktritt der Innenministerin einzuleiten? Die Union hätte nach Lage der Dinge einen eigenen Antrag zur Ablösung Faesers oder zur Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses einbringen können. Sie hätte sich auch der Stimme enthalten können. Aber sie hat mit der Ampel zum Schutze Faesers und gegen jede weitere Untersuchung gestimmt. Und sie hat dafür gestimmt, dass Faeser im Amt gehalten wird. Kurz darauf folgte mit der “Asylheim-Angriffliste” schon der nächste Wahnsinn aus dem Hause Faeser.

Doch keine drei Tage nach deren Enthüllung sprechen nun alle mal wieder über Friedrich Merz. Wegen seiner “kleinen Paschas“? Nein, diesmal nicht. Bei den “kleinen Paschas” ging es die Migrantenkrawalle zu Silvester, von denen man ablenken wollte. Nee: Diesmal geht’s um “Zähne”, genauer: Um Merz’ Behauptung, Asylbewerber würden sich in Deutschland die Zähne machen lassen. Das ist grundsätzlich nicht falsch. Asylbewerber erhalten sofort vollen Zugriff auf die gesetzliche Krankenkasse, was wenn auch keinen Zahnersatz, so doch den Gang zum Zahnarzt einschließt. Tja, Herr Merz: Wer nicht lernen will, muss fühlen. Wann begreifen Sie endlich, dass auf jede Verfehlung der Ampel sofort fieberhaft nach einer Ablenkung, einem Vergehen Ihrerseits gesucht wird? Vielleicht bleiben sie das nächste Mal einfach am Ball… aber möglichst nicht, um ein Eigentor zu schießen!

Wer hat Angst vorm blauen Mann?

Vergangenes Wochenende wurde in Nordhausen gerade noch die Wahl eines AfD-Oberbürgermeisters verhindert. Dennoch geht die Angst um vor einer Regierungsbeteiligung der AfD. Auch mich treibt diese Angst um. Mit etwas Glück halten die Checks und Balances der deutschen Gesetze die AfD davon ab, gleich in den ersten Monaten ein Ermächtigungsgesetz zu erlassen. Es ist dennoch zu erwarten, dass sie alle legalen und halblegalen Wege ausschöpft, ihre Macht zu festigen.

Der Krieg wird in den Köpfen geführt, weshalb die AfD als erstes die Kontrolle über den ÖRR erlangen muss. Wichtige Stellen wie bspw. die Intendanten müssen mit parteieigenen Leuten besetzt werden. Um die Wahl des Intendanten nicht dem Zufall zu überlassen, müsste man die Gesinnungsgenossen in den Sendern in sogenannten Freundeskreisen organisieren. Aber auch der Nachwuchs sollte überwiegend bis ausschließlich aus der Sache treuen Kandidaten bestehen. Hat man dann erst einmal die Macht das Programm zu bestimmen, nähert man sich dem Untertanen auf der einen Seite mit mindestens zwei stark ideologisch eingefärbten Satireformaten. Damit lässt sich dann sogar aktiv Politik machen und unliebsame Angestellte können öffentlich und ohne eine Chance sich zu wehren an den Pranger gestellt werden, bevor man sich ihrer entledigt. Schauprozesse ganz nach historischem Vorbild.  

Für alle die es lieber etwas sachlich mögen gibt es die Polit-Talkshows. Am einfachsten wäre es natürlich in die Talkshows ausschließlich „Experten“, welche das eigene Narrativ vorbeten einzuladen – aber da fängt man sich doch leicht den Vorwurf der Befangenheit ein und die Wahrung des Scheins der Objektivität muss gewahrt werden. Also lädt man maximal einen Kandidaten der Gegenseite ein, den man dann genüsslich den 5 anderen linientreuen Gästen zum Fraß vorwirft.


Aber auch die Jüngeren möchten bedacht sein. So schleust man die politische Agenda schon in Sendungen für die ganz kleinen, auch wenn die Themen vielleicht noch nicht ganz altersgerecht sind. Aber nicht einmal davor wird die AfD zurückschrecken. Merken Sie sich meine Worte.

Für die etwas Älteren, die nicht mehr so auf lineares Fernsehen stehen, finanziert man einen Internetauftritt, in dem man linientreue Sendungen, unabhängig von ihrer Reichweite oder Beliebtheit mit Geld zuscheißt und ihnen ansonsten weitgehend freie Hand lässt. Journalistische Standards nimmt man dann da nicht so genau und falls mal offen antisemitische „Journalisten“  an Sendungen mitwirken, bietet man ihnen am besten einfach gleich einen Platz im Hauptprogramm an. Falls das dann doch auffliegt, kann man immer noch zurückrudern.

Apropos Kritik: Ist natürlich doof, dass heutzutage jeder über das Internet jeder die Unwahrheiten aufdecken kann, welche man in Umlauf bringt. Aber dafür wird man eine neue Institution ersinnen: Die sogenannten Faktenchecker, welche die von Amateuren ins Netz posaunten, aber leider eben auch oft gefährlichen Fakten einordnen. Teile der Fakten könnten die Bevölkerung verängstigen. So weiß der stramme AfD-Wähler immer, was er zu denken hat und vor allem, wem er zuzuhören hat. Und war man selbst doch mal zu ehrlich, löscht man den eigenen Beitrag einfach ohne weiteren Verweis*.

Aber man will ja das ganze nicht nur von oben herab gestalten, sondern auch zeigen, dass der gemeine Bürger auch linientreu denkt. Leider sind gerade bei komplexen Themen solche Leute schwer zu finden und da man die eigenen Mitarbeiter auch nicht überlasten will, lässt man sie kurzerhand andere Mitarbeiter interviewen.

Mit den Mitteln über welche die AfD in Regierungsverantwortung verfügen würde, könnte sie sich für jeden ihrer Talkingpoints einfach eine Studie maßschneidern lassen, bei der das Ergebnis schon im Vorfeld festgelegt wird. Beispielsweise bei heiß diskutierten Punkten wie Seenotrettung und Migrantenkriminalität, so dass auch jeder kleine Parteisoldat auf „Die Wissenschaft“ verweisen kann.

Darüber hinaus würde die  AfD ihr treu ergebene Stiftungen und NGOs finanzieren. Es wäre der AfD sogar zuzutrauen, dass Meldeportale eingerichtet werden, um abweichende Meinungen zu erfassen.

Hat man dann erst einmal Wissenschaft und Medien auf seiner Seite, sollte es für die AfD ein leichtes sein Oppositionsparteien als „Gefahr für die Demokratie“ zu framen und in die Bedeutungslosigkeit zu treiben. Oder?




* Zum Beispiel der Faktencheck „Kein Bürgerkrieg, aber Probleme“ zur Migrantenkriminalität




https://de.wikipedia.org/wiki/Kai_Gniffke

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/rot-und-schwarz-regieren-zdf-4317289.html

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus219289186/Oeffentlich-Rechtliche-Ausgewogene-Berichterstattung-92-Prozent-der-ARD-Volontaere-waehlen-gruen-rot-rot.html

https://www.spiegel.de/kultur/tv/neue-show-auf-3sat-bosetti-will-noch-mehr-reden-a-3d23b699-7616-44be-a67a-481659c1e9de

https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/nancy-faeser-zur-schoenbohm-affaere-die-selbstverteidigungsministerin-a-6fa7f737-c592-4c56-83d1-32231fc3b5c4

https://www.merkur.de/boulevard/taeuschung-mit-produktionsassistentin-auf-nach-eklat-in-der-tagesschau-wdr-klaert-umfrage-92436537.htmlhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/sendung-mit-der-maus-transfrau-100.html

https://www.emma.de/artikel/transsexualitaet-was-die-maus-noch-lernen-muss-339343

https://de.wikipedia.org/wiki/Nemi_El-Hassan

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wdr-stellt-nemi-el-hassan-nicht-als-moderatorin-von-quarks-ein-17615081.html

https://www.youtube.com/watch?v=4_SH5xhvVs4

https://www.merkur.de/boulevard/taeuschung-mit-produktionsassistentin-auf-nach-eklat-in-der-tagesschau-wdr-klaert-umfrage-92436537.html

https://ansage.org/wisssenschaftlich-erwiesen-die-seenotrettung-ist-kein-pullfaktor/

Gaslighting: Der Krieg gegen Normalempfinden und gesunden Menschenverstand

Als Gaslighting wird in der Psychologie eine Form von psychischer Gewalt beziehungsweise Missbrauch bezeichnet, mit der Opfer gezielt desorientiert, manipuliert, in ihrer Wahrnehmung zutiefst verunsichert werden und durch die ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert oder zerstört wird. Der Begriff stammt vom Titel des Theaterstücks “Gas Light” von Patrick Hamilton aus dem Jahr 1938: Darin manipuliert der Protagonist seine Ehefrau über einen langen Zeitraum, indem er behauptet, Dinge nicht zu sehen, die sie wahrnimmt, unter anderem das Licht einer flackernden Gaslaterne. Schließlich zweifelt die Frau an ihrer eigenen Wahrnehmung und wird beinahe wahnsinnig.

Die Wahrnehmung der Realität wird, wie Wikipedia ausführt, beim Opfer in Frage gestellt: Dies geschieht nicht permanent, aber wiederholt und über einen langen Zeitraum durch eine oder mehrere Personen. Das kann durch Verleugnung von real existierenden Dingen, Verhaltensweisen oder Ereignissen geschehen, seltener auch durch eine bewusste Inszenierung derselben. Dabei ist eine Grundvoraussetzung, dass zwischen Täter und Opfer ein Vertrauensverhältnis besteht, dass also das Opfer dem Täter und seinen manipulativen Aussagen vertraut. Mit der Zeit beginnen die Opfer, an ihrem Gedächtnis, ihrer Wahrnehmung und an ihrem Verstand zu zweifeln. Weil Gaslighter ihre Opfer bewusst isolieren, lassen sich die manipulativen Aussagen nicht durch einen Dritten überprüfen.

Allgegenwärtige Medienmanipulation

Auch im öffentlichen Raum lassen sich allgegenwärtige Manipulation und politische Umerziehung der Deutschen – an der sich Medien, Parteien, NGOs, Aktivisten und “zivilgesellschaftliche” Initiativen, vor allem jedoch Unternehmen und Werbetreibende mit Hingabe beteiligen – als Gaslighting identifizieren. Ein paar Beispiele gefällig?

Adidas-Werbung mit dicken Frauen: Hey, dick und gesund ist kein Widerspruch! Supermodel – vor allem “Germanys Next Topmodel” – kann jetzt auch sein, wer nicht nur 08/15 aussieht, sondern auch von den Maßen nicht mal annähernd in die Nähe des früher Vorausgesetzten kommt. Homosexuelle und Trans-People sind natürlich total unterdrückt, obwohl sie eine riesige Lobby in Politik und Medien haben. Es gibt “non-binäre Menschen”, deren Status man gesetzlich anerkennen sollte! Auch Männer können Frauen sein! “Diversity” über alles, “Cultural Appopriation” als Deckmantel für antiweißen Rassismus! Achso: Rassismus gegen Weiße gibt’s übrigens gar nicht; wenn es Camps ausschließlich für schwarze Kinder gibt, ist das “Antirassismus-Arbeit”. Der Westen, die Weißen, der Kolonialismus sind an allem Elend in der Welt schuld.

Gipfel der Objektivität

Oder Thema “Bürgergeld”: Wenn man den Arbeitslosen noch mehr Geld gibt, dann fangen sie bestimmt eher an zu arbeiten… warum dann nicht gleich das bedingungslose Grundeinkommen? Ganz bestimmt wird es den Arbeitsmarkt ankurbeln, wenn man gar keine Möglichkeiten mehr hat, die Leute unter Druck zu setzen, die einfach nicht arbeiten wollen!

Und natürlich sind hohe Sozialleistungen kein Pullfaktor für Migranten. Wissenschaftlich erwiesen! Und der Islam ist eine friedliche Religionsgemeinschaft. Was sonst? Auch geht die größte Gefahr in Deutschland selbstverständlich von Rechtsradikalen aus; dass man täglich in der Zeitung von gewalttätigen Flüchtlingen liest, die sogar Kinder umbringen, ist ein Beweis für Vorurteile, Rassismus und böse Nazis, die Hetze betreiben. Medien wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk sind  “unabhängig”, “vertrauenswürdig“, “ausgewogen” und “seriös“, obwohl schon die Volontäre dort zu 90 Prozent aus Sympathisanten der linken Parteien bestehen. Das gilt als Gipfel der Objektivität! Und demokratisch ist es, wenn die “demokratischen” Parteien eine Partei dämonisieren und versuchen, mit allen Mitteln deren Partizipation an demokratischen Prozessen zu unterbinden.

Das alles sind Beispiele für Gaslighting. Und es funktioniert in Deutschland eben deshalb so gut, weil – siehe Definition oben – zwischen den Opfern und den Tätern mit ihren manipulativen Aussagen eben ein Vertrauensverhältnis besteht. Nach wie vor.

#StarkeRede, lieber Armin Laschet

Ganz (links-) Twitter feiert die 4-minütige Rede von Armin Laschet gegen die #AfD, die in ihren Vorreden Bezug auf die Ausschreitungen in Frankreich genommen hatte.

Auch wenn ich kein Fan der AfD oder der Person Alexander Gauland bin, so kommen mir doch oft seine Worte in den Sinn: „Die AfD ist immer schuld. Gibt es einen rechtsradikalen Anschlag, so gilt sie als der geistige Brandstifter. Gibt es einen islamistischen Anschlag, so wird ihr vorgeworfen, sie würde den Anschlag instrumentalisieren.“

Armin Laschet macht in seiner Rede beides. Die AfD hatte auf das Problem der Parallelgesellschaften in Deutschland hingewiesen. „Ja. Das war eine Parallelgesellschaft in Deutschland. Der NSU.“

Äh…Armin, bitte was?

Also erstens Mal: Whataboutism. Statt auf das drängende Problem der Parallelgesellschaften einzugehen, bei dem er nur verlieren kann, verweist er auf „Rechte Gewalt“.

Zweitens: Der NSU eine Parallelgesellschaft? Gesellschaft? Gut, das Umfeld des NSU wird auf 100 bis 200 Personen geschätzt, aber in welcher Welt ist das eine Paralellgesellschaft?

Drittens: „Ihre Gesinnungsgenossen haben Menschen ermordet!“ Gesinnungsgenossen, also. Sind Muslime dann auch Gesinnungsgenossen islamistischer Terroristen oder der Plünderer? Ich frage für einen Freund.

„90% der Festgenommenen sind französische Staatsbürger“ poltert der kleine Mann weiter.

Tja Armin…Der Pass der Plünderer spielt offensichtlich eine untergeordnete Rolle, wenn diese Teil einer Kultur sind, die die französischen Werte ablehnt. Dass mit einem „Neuen Holocaust“ gedroht wurde und „Allahu Akbar“ – Rufe die Plünderungen begleiteten spricht wohl Bände über die Ideologie, die unter vielen der Plünderer vorherrschend ist. Die Ideologie übrigens, die auch in Paralellgesellschaften in Deutschland vorherrscht. Seltsamer Zufall, oder Armin?

Ja. Die Ghettoisierung in den Banlieues ist ein Problem. Aber selbst dieses Problem schieben Sie jetzt noch der AfD in die Schuhe: „Sie wollen nicht, dass die Menschen in der Gesellscahft integriert sind.“ Ach – ist das so? Ich habe mich jetzt nicht en Detail mit dem Wahlprogramm der AfD auseinandergesetzt, aber ich bin mir recht sicher, dass Ghettoisierung und Begünstigung von Parallelgesellschaften keiner der zentralen Punkte ist. Schon alleine deshalb, weil das bestimmt vom Qualitätsjournalismus aufgegriffen worden wäre.

„Es geht hier nicht um Ausländer, sondern um „Kriminelle Jugendliche“ sagst Du weiter. Ja Armin, warum überhaupt die Einteilung in Gruppen?

Weil – und das bekommt jeder Mensch mit eigenen Augen mit, der in Kontakt mit anderen Gruppen kommt – sich Gruppen unterscheiden: gar nicht primär durch die Hautfarbe und schon gar nicht durch den Pass, sondern vielmehr durch Sozialisierung, Auftreten, Benehmen, Kleidung.

Tritt dabei eine Gruppe besonders häufig in bestimmten Sachen hervor, eruiert man (zu Recht), dass es irgendwas mit der Sozialisierung zu tun haben muss, die sich in dieser Gruppe von der der anderen Gruppe unterscheidet.

Es geht um Kultur, Armin. Nicht um den Pass.

Wenn diese Rede eines beweist, dann nur, dass Sie das Problem nicht einmal ansatzweise verstanden haben. Und wer das Problem nicht versteht, wird es auch nicht lösen.

Oder aber…Sie wissen sehr wohl um das Problem, halten aber den Islam mal wieder aus der Schusslinie. Wer sagte denn 2018 ausgerechnet bei der Eröffnung der Aachener DITIB-Moschee den Satz „Der Islam gehört zu NRW“? Wer hat sich davor schon immer wieder mit Muslimbrüdern getroffen, der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs einen Besuch abgestattet und sich gegen eine Unvereinbarkeitsklausel der CDU NRW mit den religiös-nationalistischen Grauen Wölfen gestellt?

Wirkt leider beängstigend stimmig, lieber Armin.