Wer hat Angst vorm blauen Mann?

Vergangenes Wochenende wurde in Nordhausen gerade noch die Wahl eines AfD-Oberbürgermeisters verhindert. Dennoch geht die Angst um vor einer Regierungsbeteiligung der AfD. Auch mich treibt diese Angst um. Mit etwas Glück halten die Checks und Balances der deutschen Gesetze die AfD davon ab, gleich in den ersten Monaten ein Ermächtigungsgesetz zu erlassen. Es ist dennoch zu erwarten, dass sie alle legalen und halblegalen Wege ausschöpft, ihre Macht zu festigen.

Der Krieg wird in den Köpfen geführt, weshalb die AfD als erstes die Kontrolle über den ÖRR erlangen muss. Wichtige Stellen wie bspw. die Intendanten müssen mit parteieigenen Leuten besetzt werden. Um die Wahl des Intendanten nicht dem Zufall zu überlassen, müsste man die Gesinnungsgenossen in den Sendern in sogenannten Freundeskreisen organisieren. Aber auch der Nachwuchs sollte überwiegend bis ausschließlich aus der Sache treuen Kandidaten bestehen. Hat man dann erst einmal die Macht das Programm zu bestimmen, nähert man sich dem Untertanen auf der einen Seite mit mindestens zwei stark ideologisch eingefärbten Satireformaten. Damit lässt sich dann sogar aktiv Politik machen und unliebsame Angestellte können öffentlich und ohne eine Chance sich zu wehren an den Pranger gestellt werden, bevor man sich ihrer entledigt. Schauprozesse ganz nach historischem Vorbild.  

Für alle die es lieber etwas sachlich mögen gibt es die Polit-Talkshows. Am einfachsten wäre es natürlich in die Talkshows ausschließlich „Experten“, welche das eigene Narrativ vorbeten einzuladen – aber da fängt man sich doch leicht den Vorwurf der Befangenheit ein und die Wahrung des Scheins der Objektivität muss gewahrt werden. Also lädt man maximal einen Kandidaten der Gegenseite ein, den man dann genüsslich den 5 anderen linientreuen Gästen zum Fraß vorwirft.


Aber auch die Jüngeren möchten bedacht sein. So schleust man die politische Agenda schon in Sendungen für die ganz kleinen, auch wenn die Themen vielleicht noch nicht ganz altersgerecht sind. Aber nicht einmal davor wird die AfD zurückschrecken. Merken Sie sich meine Worte.

Für die etwas Älteren, die nicht mehr so auf lineares Fernsehen stehen, finanziert man einen Internetauftritt, in dem man linientreue Sendungen, unabhängig von ihrer Reichweite oder Beliebtheit mit Geld zuscheißt und ihnen ansonsten weitgehend freie Hand lässt. Journalistische Standards nimmt man dann da nicht so genau und falls mal offen antisemitische „Journalisten“  an Sendungen mitwirken, bietet man ihnen am besten einfach gleich einen Platz im Hauptprogramm an. Falls das dann doch auffliegt, kann man immer noch zurückrudern.

Apropos Kritik: Ist natürlich doof, dass heutzutage jeder über das Internet jeder die Unwahrheiten aufdecken kann, welche man in Umlauf bringt. Aber dafür wird man eine neue Institution ersinnen: Die sogenannten Faktenchecker, welche die von Amateuren ins Netz posaunten, aber leider eben auch oft gefährlichen Fakten einordnen. Teile der Fakten könnten die Bevölkerung verängstigen. So weiß der stramme AfD-Wähler immer, was er zu denken hat und vor allem, wem er zuzuhören hat. Und war man selbst doch mal zu ehrlich, löscht man den eigenen Beitrag einfach ohne weiteren Verweis*.

Aber man will ja das ganze nicht nur von oben herab gestalten, sondern auch zeigen, dass der gemeine Bürger auch linientreu denkt. Leider sind gerade bei komplexen Themen solche Leute schwer zu finden und da man die eigenen Mitarbeiter auch nicht überlasten will, lässt man sie kurzerhand andere Mitarbeiter interviewen.

Mit den Mitteln über welche die AfD in Regierungsverantwortung verfügen würde, könnte sie sich für jeden ihrer Talkingpoints einfach eine Studie maßschneidern lassen, bei der das Ergebnis schon im Vorfeld festgelegt wird. Beispielsweise bei heiß diskutierten Punkten wie Seenotrettung und Migrantenkriminalität, so dass auch jeder kleine Parteisoldat auf „Die Wissenschaft“ verweisen kann.

Darüber hinaus würde die  AfD ihr treu ergebene Stiftungen und NGOs finanzieren. Es wäre der AfD sogar zuzutrauen, dass Meldeportale eingerichtet werden, um abweichende Meinungen zu erfassen.

Hat man dann erst einmal Wissenschaft und Medien auf seiner Seite, sollte es für die AfD ein leichtes sein Oppositionsparteien als „Gefahr für die Demokratie“ zu framen und in die Bedeutungslosigkeit zu treiben. Oder?




* Zum Beispiel der Faktencheck „Kein Bürgerkrieg, aber Probleme“ zur Migrantenkriminalität




https://de.wikipedia.org/wiki/Kai_Gniffke

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/rot-und-schwarz-regieren-zdf-4317289.html

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus219289186/Oeffentlich-Rechtliche-Ausgewogene-Berichterstattung-92-Prozent-der-ARD-Volontaere-waehlen-gruen-rot-rot.html

https://www.spiegel.de/kultur/tv/neue-show-auf-3sat-bosetti-will-noch-mehr-reden-a-3d23b699-7616-44be-a67a-481659c1e9de

https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/nancy-faeser-zur-schoenbohm-affaere-die-selbstverteidigungsministerin-a-6fa7f737-c592-4c56-83d1-32231fc3b5c4

https://www.merkur.de/boulevard/taeuschung-mit-produktionsassistentin-auf-nach-eklat-in-der-tagesschau-wdr-klaert-umfrage-92436537.htmlhttps://www.deutschlandfunkkultur.de/sendung-mit-der-maus-transfrau-100.html

https://www.emma.de/artikel/transsexualitaet-was-die-maus-noch-lernen-muss-339343

https://de.wikipedia.org/wiki/Nemi_El-Hassan

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wdr-stellt-nemi-el-hassan-nicht-als-moderatorin-von-quarks-ein-17615081.html

https://www.youtube.com/watch?v=4_SH5xhvVs4

https://www.merkur.de/boulevard/taeuschung-mit-produktionsassistentin-auf-nach-eklat-in-der-tagesschau-wdr-klaert-umfrage-92436537.html

https://ansage.org/wisssenschaftlich-erwiesen-die-seenotrettung-ist-kein-pullfaktor/

„Acht Lehrstühle für Kernforschung, 173 Lehrstühle für Genderstudies“

Das Problem, wenn man pseudowissenschaftliche Studiengänge finanziert, die keinerlei Nutzen für die Gesellschaft haben, besteht darin, dass man auf einmal auch zahllose unnütze Akademiker zu versorgen hat. Es endet ja nicht mit den Abschlüssen; die Genderforschenden wollen hinterher ja auch schöne und vor allem ihrem akademischen Grad entsprechend gutbezahlte Jobs. Also schreibt man am besten schon in seiner Thesis über ein Nichtproblem, das bestenfalls auf -ismus oder -phobie endet, das dann von staatsfinanzierten NGOs (ist das nicht ein Widerspruch in sich?) aufgegriffen werden kann. Darüber schreiben sodann Gleichgesinnte im ÖRR oder linksorientierten Medien und fordern Behebung des Nichtproblems durch nichtwirksame Maßnahmen.

Wie erfolgreich das Ganze ist (oder eben nicht), evaluiert man am besten auch gleich selbst und bauscht das behandelte Problem künstlich weiter auf – beispielsweise durch „Meldeportale“ (wie zum Beispiel jenes für „Antifeminismus“ der Amadeu-Antonio-Stiftung), die zwar nicht überprüfbare Angaben enthalten und eigentlich auch rein nichts aussagen, aber deren Ergebnisse man dennoch einmal im Jahr – öffentlichkeitswirksam, zu gesellschaftlichen Spaltungszwecken – von sympathisierenden Journalisten wiederkäuen lassen kann; schließlich hat man ja “die Wissenschaft“ auf seiner Seite… und wer sollte an ihren Aussagen noch ernstzunehmende Zweifel anmelden dürfen? Das Spiel wiederholt man so lange, bis aus der befristeten Stelle eine dauerhafte Einrichtung geworden ist. Von da an lebt man sich glücklich und gut versorgt bis ans Ende seiner Tage, ohne auch nur etwas Produktives geleistet, zum Gemeinwohl wirklich beigetragen, geschweige denn in diesem Land irgendetwas verbessert zu haben. Und da fragt sich mancher noch, warum Deutschland wirtschaftlich so schlecht dasteht und die exorbitanten Steuereinnahmen hinten und vorne nicht reichen…



Studentenbubble

Was mich persönlich daran ebenfalls sehr stört, ist, dass diese Leute ja aus Iihrer Studenten-Bubble kommen, zahllose schöne Theorien zitieren können und so weiter, aber eigentlich keine Lebenserfahrung haben. Weltfremd, wie sie sind, wissen sie gar nicht, welche Anstrengungen zur Schaffung und Aufrechterhaltung der gigantischen Infrastruktur nötig waren und sind, die sie umgibt und die es ihnen überhaupt erst möglich macht, ihren schöngeistigen Träumereien nachzujagen. Ich bin Ingenieurin am Bau und sehe gerade in der Gebäudetechnik wie einfach nichts nachkommt. Die meisten Techniker und Spezialisten, die die Anlagen noch kennen und warten können, werden immer älter… und es kommt irgendwie rein nichts mehr nach. Wer soll denn den reinen Bestandserhalt besorgen (von fehlenden Innovationen mal ganz abgesehen) in 10 oder 15 Jahren? Die Flüchtlinge?

Aber ich verstehe die jungen Leute ja auch: Früher konnte man mit einer Gesellenausbildung noch eine Familie ernähren. Mein Vater hatte mit Mitte dreißig das Haus mehr oder weniger abbezahlt, zwei Autos im Hof stehen und meine Mutter arbeitete ehrenamtlich. So etwas ist heute eben nicht mehr drin. Gleichzeitig machen immer mehr Jugendliche Abitur, wobei ihnen frühzeitig eingebläut wird, dass es nur der zu etwas bringt, der studiert. Dabei ist die Situation für Akademiker heute allenfalls noch unwesentlich besser als für Nichtstudierte. Vielleicht können sie sich noch ein Reihenhaus leisten, aber für ein alleinstehendes Haus wird es sicher nicht mehr reichen (und dafür, dass – Gott bewahre – die Frau nicht arbeiten gehen muss, schon gar nicht).

Gleichzeitig pumpen die Parteien immer mehr Geld in diese Fächer, weil ihr irrationalen Theorien beim logischen denkenden Volk keinen Anklang mehr finden. Also muss man sich wissenschaftlich absichern. arum wohl blockieren die “alten” Parteien schon seit Jahren die Mittel für die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung? Sie wissen sehr gut, was man mit einer gut formulierten Studie an öffentlicher Aufmerksamkeit erreichen kann. Ist ja nicht so, als würde die Studien selbst jemand genau lesen. Und wenn doch, kann man demjenigen bei kritischen Einwänden ja immer noch vorwerfen, dass er keine notwendige Expertise hätte. So funktioniert Gatekeeping. Wenn mich das nächste Mal jemand auf die “Unabhängigkeit der Wissenschaft” hinweist, zeige ich ihm einfach eine Studie über “Seenotrettung als Pullfaktor, und wenn er von “unabhängigen Journalismus” der Öffentlich-Rechtlichen redet, diese Dokumentation von “Y-kollektiv” über “Antifeminismus”.

Wenn mich das nächste Mal jemand auf die Unabhängigkeit der WIssenschaft hinweist, zeige ich ihm einfach die Studie über Seenotrettung als Pullfaktor und wenn er von unabhängigen Journalismus der Öffentlich-Rechtlichen redet, diese Dokumetation (y-kollektiv Antifeminismus), [wäre einen eigenen Text wer, aber da haben sich schon genug daran abgearbeitet.]

So bläht sich der ideologisch-bürokratische Komplex immer weiter auf. Blöd nur, wenn das die Leute so gar nciht gut finden und eine über Jahre als Nazi-Erben geframete Partei auf einmal bei 20% steht.

AfD – die neue Hoffnung?

Dabei haben glaube ich die Leute sogar wenig Hoffnung, dass die AfD vieles besser machen würde. Ich sehe sie zumindest nicht Regierungsverantwortung, aber das mag auch an dem internalisierten Framing liegen: „Die AfD hat kein Konzept“, „Die AfD macht Politik gegen die eigenen Wähler“ – man liest es ja überall und man spürt geradezu die Verzweiflung, die zwischen den Zeilen hervorquillt.

Die haben Angst. Schlagen um sich. Noch stärker als sie es schon die vergangenen 8 Jahre getan haben. Oder…ist es wirklich schlimmer als 2015? Erinnert Ihr Euch noch, wie jeder öffentliche Äußerung zu einem koordinierten Umgang mit den Flüchtlingsströmem sogleich als rassistisch und rechts und überhaupt diffamiert wurde? Das hat sich seither doch ein bisschen gebessert. Besonders fatal für einen medialen Diskurs erwies sich auch, dass nach Merkels „Wir schaffen das“ überraschend die CDU-nahe BILD-Zeitung von ihrer grundsätzlich kritischen Perspektive auf Migration abwich.

Das hat sich aber bestenfalls ein kleines Stück zum besseren gewendet, denn das Thema bleibt in Regierungskreisen immer noch heißes Eisen. IN einer [Quelle einfügen] Studie wurde gerade auf die Frage, welches Thema denn am dringendsten sie : Migration und Integration geantwort. INteressiert nur in der Regierung keinen. Immer ncoh nciht. Ich erinnere mich gern an die Wahl 2017, Platz 1 in beinahe allen Umfragen. Aber das Thema wurde einfach ausgesessen und die einzige Partei, die es ansprach vom Diskurs ausgeschlossen. Keine der großen Parteien hatte ien Interesse andiesem Thema. Und die aktuelle schon gar nicht.

Postkoloniale Rettungsmission

Annalena Baerbock verfolgt ja lieber ihre post-kolonialistische Rettungsmission der unterdrücjkten Völker in dem sie anstatt Rücknahmeabkommen auszuhandeln, lieber mal ne Holzkeule aus einem deutschen Museum in Australien persönlich (mit Familie) zurückgibt. Oder setzt die Aktivisten der Seawatch zu Vorauswahl von Ortskräften in Afghanistan ein. Eine Organisation, die keinen Hehl daraus macht, dass ihres Verständnisses nach einfach jeder, der an Tür klopft aufgenommen werden sollte. So gelangten zahlreiche Scharia-Gelehrte zum Status von kooperierenden Juristen, die geholfen hätten, einen Rechtsstaat aufzubauen. Pakistan, ja Pakistan, musste intervenieren um diesem Treiben ein Ende zu setzen. (Wie ist da eigentlihc der Stand der Ermittlungen? Wer weiß es ? Wieder keiner.)

Aber ich will nicht nur auf die Grünen schimpfen, es hat ja auch einen guten Grund, warum die Wähler zur AfD und nicht zur CDU abwandern. Die CDU war seit..äh…2009? Kann das sein? 2009? Wirklich?

Aber ausser Spesen nix gewesen, versucht sich die CDU so darzustellen, als wäre ja alles nicht ihre Schuld. Davon mal abgesehen kann sie die Trägheit der Merkeljahre auch nciht überwinden. Unvergessen die geradezu epochale Verfehlung nicht Merz, einen Mann mit Profil, sondern den König der Nichtssagenden aufzustellen und auf „Weiter so“ zu bauen. Die Leute wollten kein „weiter so“. Sie wollten nach Jahren der GroKo-Starre was ganz anderes. Wieso, dann die SPD kurz vor knapp noch das Rennen gemacht hat, kann ich mir dennoch nicht erklären. Laschet hat gelacht, dewegen wähl ich den Typ mit der Cum-Ex-Affäre, dem größten Finanzskandal und einer epochelan Verschwendung von Steuergeld, anhängt? Der Wähler hat eben doch ein kurzes Gedächtnis

Baerbock, die noch im Januar des wahljahres als Kanzlerkandidatin gehandelt wurde, hat sich ja dann glücklicherweise auch rechtzeitig selbst demontiert. Lügen im Lebenslauf, dubiose Studienabschlüsse….es stört nicht viele aber doch genug, gerade in der alten Generation (schätze ich).

Zwei Jahre vor der Ampel

Und so stehen wir nun Jahr Zwei nach Ampel. Ich verstehe ja die Grünen auch. Jaetzt hat man so lange auf Regierungsbeteiligung und wie keine anderen Partei ist es den Grünen höchst dringlich – es steht ja nciht weniger als die Existenz der Menschheit und des Planeten auf dem Spiel. Das muss immer Priorität haben. Dass Deutschland gerade aus einer Krise und ein Krieg in Europ stattfindet und das schwelende Migrationproblem nicht aufgearbeitet ist – dafür scheint man wenig Zeit zu haben.

In Zeiten steigender Kosten für Benzin, Lebensmittel, Wohnen, von denen die Politkerkaste mit ihrem infaltionsbereinigten Salär ja allenfalls periphär betroffen sein kann, werden die Preise weiter nach oben getrieben. In einem Land mit akutem Wohnungsmangel hält man es für sinnvoll, erstmal ein Heizungsgesetz auf den Weg zu bringen, dass dem ohnehin schon gigantischen Dschungel aus Gutachen und Genehmigungen weiter aufbläht.

Es scheint vielen, als würde nicht mal ein Gedanke daran verschwendet den Bürgern in dieser Situation zu helfen, sie zu entlasten anstatt weiter zu belasten. Die Insolvenzen in Deutschland sind seit letztem Jahr noch einmal um 22% gestiegen. Aber Scholz versucht durch Wortmagie das Problem wegzuzaubern: Der Deutschlandpakt. Es muss mehr in Deutschland investiert werden. Habeck stimmt ein: Man dürfe nciht nur schlecht über den Wirtschaftsstandort Deutshcland sprechen! Ja, wer ist denn dafür verantortlich, dass Deutschland als einzige Industrienation beim Wirtschaftswachstum ins Negative rutscht?

Von der CDU wurde sicherlich viel verschlafen, aber es ist auch nicht clever Vorhaben durchzudrücken und dann zu sagen: Das funktionier nur nicht, weil ja die CDU nicht vorgesorgt hat. Wenn ich etwas versuchen will, dann sollte ich doch vorher klären, ob die Grundvoraussetzungen ausreichend für das Vorhaben sind. Und wenn nicht, dann muss ich diese Bedingungen eben erst schaffen. Ich kann doch nicht ein Haus bauen, wenn das Fundament nicht gegossen wurde. Es bricht zusammen. Und das ist, was gerade mit dieser Regierung und leider auch in Erweiterung mit diesem Land geschieht. Es war angeschlagen, aber Ihr gebt ihm gerade den Rest. Mit als Schulden getarnten Sondervermögen, nicht zu Ende gedachten Konzepten wie der Strompreisehöhung. Am schlimmsten aber, Ihr geht keine, wirklich keines der akuten Probleme an und schon gar nicht das die Bürger am meisten drängendste, die Migration an. In diesem Themenpunkt wurde seit 8 Jahren geschlafen und mit vielen sofort durchführbaren Eingriffen könnte man schon viel bewegen. Aber dazu müsste man ja, unter Eingeständnissen eigener Versäumnisse wohl auhc noch über die Lösungsvorschläge derer nachdenken, deren Vorschläge kategorisch abgelehnt werden müssenö. Da helfen selbst die Brandbriefe von Kommunen und sogar Parteiinterne Gruppierungen wie um Boris Palmer nicht.

Das Thema passte einfach nciht ins Profil. Die Grünen haben es ja auch nciht leicht. Da musste ich doch etwas schelmisch lachen, mussten gleich zu Beginn der Amtszeit die größte Erhöhung des Wehretats in der jüngeren Geschichte und dem Weiterbetrieb von Atomkraftwerken zustimmen. Wo ist eigentlich dieser Pragmatismus hin?

Und SPD Faeser hätte doch beinahe die Blockadehaltung Deutschland in Europas Migrationpolitik beendet. Naja…eben nur beinahe. Die Zahlen steigen wieder und immer noch wird nichts getan. Kritik aus der Oppostion bügelt man, wie gewohnt, mit der Nazikeule. Redet von Unsachlichkeit, obwohl es doch die eigene Seite ist, die seite Jahren eine sachliche Debatte auch durch das eben erwähnte moralisieren unmöglich machen.

Quo Vadis Deutschland? Die Probleme mit der Migration werden in den kommenden Jahren nciht weniger werden. Hier muss, MUSS, sich dringend etwas bewegen. Aber ich sehe wirklich kein Szenario, dass die Ampel hier zum Handeln zwingt.

Terroranschläge? Werden von rechts instrumentalisiert. Sexualstraftaten? Werden von rechts instrumentalisiert.

Kinder auf dem Schulweg erstochen? Wird von rechts instrumentalisiert.

Wir machen alles richtig. Sagt auch die Wissenschaft.

Macht so weiter und die AfD kann 2025 alleinregieren.

Nennt es wie Ihr wollt – Am Ende ist es Rassismus

Vergangene Woche berichteten mehrere Medien über die Ausstellung „Das ist Kolonialismus“, dass weiße Besucher samstags zwischen 10 und 14 Uhr keinen Zugang gehabt haben sollen. Diese Ansage wird jetzt von den Veranstaltern und auch den „neutralen“ Faktencheckern von Mimikama relativiert oder negiert. Doch woher kommt dann überaupt der Vorwurf. Auf der Webseite der Veranstaltung ist zu lesen:

Kolonial-Ausstellung: “Jeden Samstag von 10 –14 Uhr ist die Ausstellungswerkstatt für „Black, Indigenous and People of Color“ (BIPoC) reserviert.”

Allerdings sei dieser „mutige Schritt“ (Mimikama) kein Ausschluss: „Doch entgegen der fliegenden Fehlinformation verbietet das Museum niemandem den Zugang. Christiane Spänhoff vom LWL-Museum stellt gegenüber dem Focus klar: „Auch während der vier Stunden verbieten wir niemandem den Zugang – entgegen der Fehlinformation, die gegenwärtig kursiert.“

Wenn das nun so klingt als würde man zurückrudern, liegt das wohl daran, dass es so ist. Wenn ich in einem Restaurant lese, der Tisch ist „reserviert“, setze ich mich da nicht hin. Das ist keine „Bitte“, wie es nun versucht wird zu framen, es ist eine höflich verpackte Anweisung. Ausserdem scheint wohl niemand die Mitarbeiter der Ausstellung darüber informiert zu haben, dass es sich lediglich um eine Bitte handelt, denn die geraten beim Besuch eines AfD-nahen Radiosenders in Erklärungsnote. Ja, nee. Alles nicht so gemeint und wenn doch dann hat das bestimmt seine Berechtigung.

Die herbeizitierte Antidiskriminerungsexpertin Ciani-Sophia Hoeder käut beim Focus das Mantra des Critical Race Theory wieder: „Rassismus gegen Weiße gibt es nicht.“ Sie geht sogar noch einen Schritt weiter, hinter dem Hinweis auf die, ihrer Ansicht nach vermeintliche Diskriminierung entspringe dem Bedürfnis von Weißen die Verbrechen gegen Schwarze zu relativieren. Man habe zwar niemanden ausschliessen wollen, aber grundsätzlich sei die Einrichtung der sogenannten „Safe Spaces“ richtig und wichtig. Es ist nicht das erste Mal, dass neorassistische Segregation in die Schlagzeilen gerät und nachträglich relativiert wird. Vor nicht ganz zwei Monaten geriet ein Ferienlager exklusiv für schwarze Kinder in die Kritik. Das Ausschließen von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe kommt wieder in Mode und das liegt an der ideologischen Grundlage, der Critical Race Theory1 (CRT).

Aber egal wie man es dreht und wendet, wie man es umbenennt und relativiert, welche Wortakrobatik man betreibt: Es bleibt am Ende rassistisch, egal ob es der pseudowissenschaftlichen Definition der CRT genügt oder nicht. Es bleibt die EInteilung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe. Das Weiß-sein wird als Makel betrachtet, die Anwesenheit von Weißen als mindestens störend, wenn nicht sogar bedrohlich. Jeder Weiße vom Kind bis zum Greis wird als Teil eines rassistischen Systems begriffen, des sogenannten Strukturellen Rassismus vor dem es BiPoc zu schützen gilt. Der Aufschrei über diese Praktik ist berechtigt, denn er stößt die Tür zu einem Weg auf, den die liberalen Gesellschaften eigentlich schon hinter sich gelassen hatten: Die Einteilung der Menschen aufgrund der Hautfarbe.

Daher möchte ich Euch Aktivisten, Veranstaltern und „Faktencheckern“ eine ganz einfache Frage stellen: Warum kämpfen wir, warum kämpft ihr gegen Rassismus? Weil die die Zuschreibung von Eigenschaften oder schlimmer noch die Gewährung von Rechten und Privilegien aufgrund der Hautfarbe immer falsch ist. Weil wir, vor allem die Deutschen wissen, wohin Rassismus in letzter Konsequenz führt. Das ist die Basis des Antirassismus, die von Euch pervertiert wird.


1 CRT stellt nicht nur die Farbe der eigenen Haut in den Vordergrund, sondern präsentiert auch den menschlichen Charakter weitgehend als mit der Rasse unweigerlich verknüpft – wobei weiße Unterdrücker von der bösen Ideologie der „Whiteness“ programmiert würden, während den Nicht-Weißen vorsorglich ein Opferstatus zuerkannt wird. Gemäß der CRT ist Rassismus keine individuelle Geisteshaltung, sondern ein totalitäres System zur Gewinnung und Verteidigung politischer und wirtschaftlicher Macht. Sie verlegt den Wirkungsbereich des Rassismus ins Überall und Nirgendwo zugleich – ganz ähnlich, wie viele religiöse Texte die Existenz Gottes oder des Teufels darstellen.

Wie eine so nebulöse und hochbedenkliche Idee von so vielen Menschen, gerade auch im akademischen Umfeld, so unkritisch geschluckt werden konnte, wäre eine Abhandlung für sich wert. Jedenfalls handelt es sich um einen sehr gefährlichen Trend, der in Europa zurecht auf massive Ablehnung stößt. Und dennoch drängt er mit der woken Welle immer weiter in Universitäten, Redaktionsstuben und Parteizentralen. Dabei sollte diesem Neorassismus mit eben derselben Ablehnung begegnet werden wie dem althergebrachten Rassismus. Hätte mir vor zehn Jahren jemand erklärt, dass es die politische Linke sein wird, die ein Hautfarbenbewusstsein wieder salonfähig macht: Ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Ferienlager exklusiv für schwarze Kids: Der garantiert falsche Weg

Für Deutschlands Medien sorgt derzeit nicht die Tatsache für Empörung, dass eine dubiose Organisation namens “Empoca Ferienlager für junge schwarze Menschen organisiert, sprich: für deren Teilnahme die erwünschte Hautfarbe zur Voraussetzung gemacht wird -, sondern dass dies auf massiven Widerspruch stößt. “Berliner Organisation rassistisch bedroht: Hasswelle gegen Ferienlager für schwarze Kinder” titelt etwa der “Tagesspiegel“, und bei “Focus” lautet die nachgerade sophistische Schlagzeile: “Weiße Menschen sollen fernbleiben? Ein Satz löst rassistische Hasswelle aus“.

Vorangegangen war ein Interview des “Spiegel” vor drei Wochen, in dem “missverständliche Formulierungen” enthalten gewesen seien, die die Öffentlichkeit falsch getriggert hätten. Das behauptet zumindest “Empoca“-Impresario Anthony Owosekun, der die optisch reinrassigen Ferienlager organisiert. Er fühlt sich durch den Aufschrei der Öffentlichkeit zusätzlich bestätigt: Anhand der “negativen Reaktionen und Hasskommentare”, rechtfertigt er sein Tun, habe man gesehen, “wie wichtig es ist, geschützte Räume für schwarze Kinder zu haben“.

“Kritische Rassentheorie” im Ferienlager

Hassbotschaften sind natürlich durch nichts zu rechtfertigen – aber Herr Owosekun sollte sich doch bitte mal ein Stück in Selbstreflexion üben. „Wir sind jetzt auf das Radar von Menschen geraten, die absolut nicht nachvollziehen können, warum Empowerment so aussehen soll, wie es bei Empoca aussieht“, sagt Owosekun. Sowas aber auch. Tja, warum können die Menschen das nicht? Weil es da nichts nachzuvollziehen gibt, Herr Owosekun! Der Weg, den Sie einschlagen, ist der falsche. Und dass die Menschen ihn nicht nachvollziehen geschweige denn mitgehen können, liegt nicht daran, dass sie uninformiert sind – sondern dass ihnen rassistische Bestrebungen zuwider sind – egal von welcher Seite. Es liegt daran, dass die Einteilung nach Rassen sie an die schlimmsten Kapitel der deutschen Geschichte erinnert. Wer immer Rassentrennung praktiziert – aus welchen Motiven heraus und unter Bevorzugung welcher Farbe, ist ganz egal – bringt die Menschen heute auf die Barrikaden, instinktiv. Das ist übrigens auch gut so und zeigt, dass man wenigstens etwas aus der Geschichte gelernt hat.

Woher kommt denn dieser Gedanke, dass schwarze Kinder permanent Rassismus ausgesetzt sind und dass man sie am besten davor schützt, indem man wieder auf segregative Methoden zurückgreift? Die ideologische Grundlage für dieses Handeln ist die aus den USA importierte “Critical Race Theory” (CRT), eine positivrassistische Doktrin, die ihrem Kern nach eine Absage an das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hautfarben darstellt. Sie propagiert, dass jeder Weiße, willentlich oder nicht, Teil eines weltweiten Unterdrückungssystems sei.

Totalitäres System

Im Grunde wird damit also versucht, Rassismus mit Rassismus zu bekämpfen. Martin Luther King und seine Zeitgenossen kämpften bekanntlich für eine Welt, in der „Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden“. CRT stellt nicht nur die Farbe der eigenen Haut in den Vordergrund, sondern präsentiert auch den menschlichen Charakter weitgehend als mit der Rasse unweigerlich verknüpft – wobei weiße Unterdrücker von der bösen Ideologie der „Whiteness“ programmiert würden, während den Nicht-Weißen vorsorglich ein Opferstatus zuerkannt wird. Gemäß der CRT ist Rassismus keine individuelle Geisteshaltung, sondern ein totalitäres System zur Gewinnung und Verteidigung politischer und wirtschaftlicher Macht. Sie verlegt den Wirkungsbereich des Rassismus ins Überall und Nirgendwo zugleich – ganz ähnlich, wie viele religiöse Texte die Existenz Gottes oder des Teufels darstellen.

Wie eine so nebulöse und hochbedenkliche Idee von so vielen Menschen, gerade auch im akademischen Umfeld, so unkritisch geschluckt werden konnte, wäre eine Abhandlung für sich wert. Jedenfalls handelt es sich um einen sehr gefährlichen Trend, der in Europa zurecht auf massive Ablehnung stößt. Und dennoch drängt er mit der woken Welle immer weiter in Universitäten, Redaktionsstuben und Parteizentralen. Dabei sollte diesem Neorassismus mit eben derselben Ablehnung begegnet werden wie dem althergebrachten Rassismus. Hätte mir vor zehn Jahren jemand erklärt, dass es die politische Linke sein wird, die ein Hautfarbenbewusstsein wieder salonfähig macht: Ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Paradoxerweise geschieht all dies ja im Namen des “Antirassismus”. Doch anstatt den Rassismus überwinden zu wollen, bedient man sich weiter rassistischer Narrative. Es entsteht sogar der Eindruck, dass Rassismus nicht per se etwas Schlechtes wäre, sondern dass man ihn eben nur gerne umkehren würde. Und das ist eben eben exakt, was Camps für ausschließlich “Nicht-Weiße” bewirken. Wie sagte einst Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sehr klug? “Wer Politik für Minderheiten machen will, muss dafür die Mehrheit gewinnen.” Und die Mehrheit gewinnt man nicht, in dem man sie unter Generalverdacht stellt.

Gaslighting: Der Krieg gegen Normalempfinden und gesunden Menschenverstand

Als Gaslighting wird in der Psychologie eine Form von psychischer Gewalt beziehungsweise Missbrauch bezeichnet, mit der Opfer gezielt desorientiert, manipuliert, in ihrer Wahrnehmung zutiefst verunsichert werden und durch die ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert oder zerstört wird. Der Begriff stammt vom Titel des Theaterstücks “Gas Light” von Patrick Hamilton aus dem Jahr 1938: Darin manipuliert der Protagonist seine Ehefrau über einen langen Zeitraum, indem er behauptet, Dinge nicht zu sehen, die sie wahrnimmt, unter anderem das Licht einer flackernden Gaslaterne. Schließlich zweifelt die Frau an ihrer eigenen Wahrnehmung und wird beinahe wahnsinnig.

Die Wahrnehmung der Realität wird, wie Wikipedia ausführt, beim Opfer in Frage gestellt: Dies geschieht nicht permanent, aber wiederholt und über einen langen Zeitraum durch eine oder mehrere Personen. Das kann durch Verleugnung von real existierenden Dingen, Verhaltensweisen oder Ereignissen geschehen, seltener auch durch eine bewusste Inszenierung derselben. Dabei ist eine Grundvoraussetzung, dass zwischen Täter und Opfer ein Vertrauensverhältnis besteht, dass also das Opfer dem Täter und seinen manipulativen Aussagen vertraut. Mit der Zeit beginnen die Opfer, an ihrem Gedächtnis, ihrer Wahrnehmung und an ihrem Verstand zu zweifeln. Weil Gaslighter ihre Opfer bewusst isolieren, lassen sich die manipulativen Aussagen nicht durch einen Dritten überprüfen.

Allgegenwärtige Medienmanipulation

Auch im öffentlichen Raum lassen sich allgegenwärtige Manipulation und politische Umerziehung der Deutschen – an der sich Medien, Parteien, NGOs, Aktivisten und “zivilgesellschaftliche” Initiativen, vor allem jedoch Unternehmen und Werbetreibende mit Hingabe beteiligen – als Gaslighting identifizieren. Ein paar Beispiele gefällig?

Adidas-Werbung mit dicken Frauen: Hey, dick und gesund ist kein Widerspruch! Supermodel – vor allem “Germanys Next Topmodel” – kann jetzt auch sein, wer nicht nur 08/15 aussieht, sondern auch von den Maßen nicht mal annähernd in die Nähe des früher Vorausgesetzten kommt. Homosexuelle und Trans-People sind natürlich total unterdrückt, obwohl sie eine riesige Lobby in Politik und Medien haben. Es gibt “non-binäre Menschen”, deren Status man gesetzlich anerkennen sollte! Auch Männer können Frauen sein! “Diversity” über alles, “Cultural Appopriation” als Deckmantel für antiweißen Rassismus! Achso: Rassismus gegen Weiße gibt’s übrigens gar nicht; wenn es Camps ausschließlich für schwarze Kinder gibt, ist das “Antirassismus-Arbeit”. Der Westen, die Weißen, der Kolonialismus sind an allem Elend in der Welt schuld.

Gipfel der Objektivität

Oder Thema “Bürgergeld”: Wenn man den Arbeitslosen noch mehr Geld gibt, dann fangen sie bestimmt eher an zu arbeiten… warum dann nicht gleich das bedingungslose Grundeinkommen? Ganz bestimmt wird es den Arbeitsmarkt ankurbeln, wenn man gar keine Möglichkeiten mehr hat, die Leute unter Druck zu setzen, die einfach nicht arbeiten wollen!

Und natürlich sind hohe Sozialleistungen kein Pullfaktor für Migranten. Wissenschaftlich erwiesen! Und der Islam ist eine friedliche Religionsgemeinschaft. Was sonst? Auch geht die größte Gefahr in Deutschland selbstverständlich von Rechtsradikalen aus; dass man täglich in der Zeitung von gewalttätigen Flüchtlingen liest, die sogar Kinder umbringen, ist ein Beweis für Vorurteile, Rassismus und böse Nazis, die Hetze betreiben. Medien wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk sind  “unabhängig”, “vertrauenswürdig“, “ausgewogen” und “seriös“, obwohl schon die Volontäre dort zu 90 Prozent aus Sympathisanten der linken Parteien bestehen. Das gilt als Gipfel der Objektivität! Und demokratisch ist es, wenn die “demokratischen” Parteien eine Partei dämonisieren und versuchen, mit allen Mitteln deren Partizipation an demokratischen Prozessen zu unterbinden.

Das alles sind Beispiele für Gaslighting. Und es funktioniert in Deutschland eben deshalb so gut, weil – siehe Definition oben – zwischen den Opfern und den Tätern mit ihren manipulativen Aussagen eben ein Vertrauensverhältnis besteht. Nach wie vor.

Marie von den Benken erklärt uns den CO2-Ausstoß

„Wer den Leser kennt, der thut Nichts mehr für den Leser. Noch ein Jahrhundert Leser — und der Geist selber wird stinken. Dass Jedermann lesen lernen darf, verdirbt auf die Dauer nicht allein das Schreiben, sondern auch das Denken. Einst war der Geist Gott, dann wurde er zum Menschen und jetzt wird er gar noch Pöbel.“
schrieb Friedrich Nietzsche vor über einem Jahrhundert in seinem Zaratustra.

Was Nietzsche wohl über die Sozialen Medien gesagt hätte, in denen jeder seine Meinung in die Welt hinausposaunen kann und viele, ungeachtet ihrer Kompetenzen eine beahtliche Schar Klakeure hinter sich versammeln kann, lässt sich nur erahnen.

Dabei ist das Phänomen nicht neu: Schauspieler, Fernsehköche, Musiker und Sportler und Models, kurz, Personen die ohnehin schon in der Öffentlichkeit stehen nutzten schon vor dem Internet ihre Position um ihren Ansichten zu gesellschaftlichen und politischen Themen kund zu tun.

Doch mit dem Aufstieg der Sozialen Medien, vor allem Instagramm und Twitter, erblickte eine neue Spezies das Licht der Welt: Der Influencer (m/w/d). Auch wenn man in erster Linie an werbebasierte Geschäftsmodelle denkt, so haben sich viele Influencer auch idealisitscheren Zielen verschrieben, nämlich der Verbreitung gewisser Meinungen, Ansichten und Lebensstile. Der ÖRR hat die Zeichen der Zeit erkannt und betreibt mit FUNK einen mit üppigen finanziellen Mitteln ausgestatten Auftritt in den sozialen Medien um schon die jüngeren Zuschauer „unabhängig zu informieren“. Böse Zungen behaupten zwar, FUNK sei ein stramm links ausgerichtetes Beeinflussungswerkzeug, aber wer das sagt ist bestimmt einfach nur selbst ein Nazi und es hat nichts mit fragwürdigen Charakteren wie dem offen rassistisch agierenden Tarik Tesfu oder dem Chefrelativierer Rayk Anders zu tun. Letzterer hatte zwar in seiner Doku „Lösch Dich“ nachweislich Interviews irreführend zusammengeschnitten, wurde aber dennoch mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Haltung ist einfach wichtiger als journalistische Standards.

Doch heute geht es nicht um Funk, sondern um die SPD-Influencerin Marie von Benken. Da ich seit Jahren nicht mehr Germanys Next Topmodel schaue, ging diese Charaktere ziemlich an mir vorbei, bis ich sah, dass sie auf Twitter sehr aktiv ist und sich, zu einer Reihe politischer Themen äußert. In der Regel plappert sie eben, mit leidlich komischem Wortwitz und aufgesetzter Schlagfertigkeit, die Mainstream-Positionen zu tagesaktuellen Themen nach.

Problematisch wird es aber, wenn sich Frau von den Benken selbst äußern muss. Über Models und Influencerinnen kursieren leider viele Voruteile. Um so trauriger ist es, wenn diese Vorurteile vollumfänglich bestätigt werden. So zeigt sich dass ihre intelektuell klingenden Beiträge wohl doch eher inteletkuell klingen als dass da wirklich Substanz dahinter stecken würde. Auslöser war folgender Kommentar:

„China wird mit seiner Energie-Strategie die globale Temperatur um 0,2 Grad senken. Deutschland wird es gleichzeitig nichtmal schaffen, nur um 1,5 Grad zu erhöhen. Solange das so ist, kann China auch 200.000 Kohlekraftwerke bauen. Das sollten sogar sie begreifen, oder?“

Wahrscheinclih geht es Ihnen wie mir und sie können auch nach mehrmaligem Lesen sich keinen Reim auf das Geschrieben machen. „China senkt die globale Temperatur“ – Das Land mit dem höchsten CO2-Ausstoß der Welt senkt die globale Temeperatur? Interessant, wo China doch mit 11,5 Mrd. Tonnen der weltweit größte Emittent von CO2 ist, während Deutschland gerade einmal 0,7 Mrd. Tonnen verursacht.

Ausserdem – wie kann China überhaupt die „globale Temperatur“ senken? Macht man dazu die Klimaanlage an und das Fenster auf? Zu dieser Zahl kann ich nirgends etwas finden (Quellen angeben ist ja auf Twitter auch stets zu viel verlangt). Ausserdem sinkt Deutschlands CO2 Ausstoß. während der von China exponentiell anwächst.
Aber weiter, das einzige was ich mir zusammenreimen kann: Deutschland kann wahrscheinlich das 1,5 Grad Ziel der Pariser Übereinkunft nicht einhalten – also nicht die sich selbst gesteckten Ziele zur CO2-Einsparung erfüllen. Ok.

Aber „Solange das so ist, kann China noch 200.000 Kohlekraftwerke bauen. Dass sollte sogar Sie begreidfen“? Nein. Sorry. Begreife ich nicht. Also stößt Deutschland so viel CO2 aus, dass 200.000 zusätzliche Kohlekraftwerke in China keine Rolle spielen? Das eine Milchmädchenrechnung zu nennen wäre eine Beleidigung aller Milchmädchen. Man wird wohl die Redewendung „Influencer-Mathematik“ einführen müssen um das Ausmaß an Fehleinschätzung zu erfassen.

Doch wie kommt Frau von den Benken überhaupt auf diese Thesen? Ein Teil der Erklärung finde ich weiter unten im Threat und bin schockiert. Nein. Nein, so doof kann man nicht sein.


Setzt sie wirklich den Prokopf Ausstoß an CO2 mit den absoluten Emissionen gleich? Sie tut es wirklich. Sie kennt den Unterschied nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass mir dieses Phänomen begegnet, ich kenne es aus der Diskussion über Migrantenkriminalität: „Die meisten Straftaten werden in Deutschland von Deutschen begangen“ – man setzt die Zahlen nicht ins Verhältnis zum Bevölkerungsanteil, sondern geht nur von den absoluten Zahlen aus. Eine Viertel Million Follower hören auf eine Frau, die nicht in der Lage ist Zahlen ins Verhältnis zu setzen, die den Unterschied zwischen Pro-Kopf und Gesamt-Ausstoß nicht kennt.

Der Prokopf-Ausstoß ist fürs Klima relativ unerheblich, es zählt der Gesamtausstoß und der wird sich in China bis zum Jahr 2030 voraussichtlich um 40% erhöhen. Deutschland mit einem CO2-Anteil der weltweiten Emissionen von gerade einmal 2% spielt dabei so gut wie keine Rolle. Chinas Anteil liegt der Zeit bei 30%, Tendenz steigend.

Da ich leider zwischenzeitlich geblockt wurde, kann ich die Diskussion nicht weiterverfolgen. Ist vielleicht aber auch ganz gut für meinen Blutdruck. Nach etwas Nachdenken, komme ich zu dem Schluss, dass Marie von der Benkens Motivation wohl war das Argument zu entkräften, dass Deutschland mit gerade 2% Anteil am globalen CO2-Ausstoß so gut wie keine Rolle spielt. Das wohlwollendste was man dazu sagen kann ist, dass ihr das nicht gelungen ist.








Studie zu Frauenfußball beweist: Ihr habt keine Ahnung, was gut ist.


„Frauenfußball soll langsam, technisch mau und schlecht sein? Von wegen. Eine Studie zeigt, dass es keine Qualitätsunterschiede gibt. Wer nicht erkennt, ob Frauen oder Männer spielen, findet Frauenfußball genauso attraktiv wie Männerfußball“, schreibt die Süddeutsche am 16.07.2023. Die Hofkasper der Heute-Show gehen sogar noch einen Schritt weiter und titeln: „Zwischen Frauen- und Männerfußball gibt es keine Qualitätsunterschiede. Nur Gehaltsunterschiede“.

In der Studie mit dem klangvollen Namen „Gender information and perceived quality: An experiment with professional soccer performance“ bewerteten die Probanden Tore aus dem Männerfußball im Vergleich zum Frauenfußball als höherwertig. Einer Kontrollgruppe wurden ebenfalls Tore gezeigt, die Spieler jedoch verpixelt, so dass man Männlein und Weiblein nicht mehr unterscheiden konnte (also die, die überhaupt noch in der Lage sind zu definieren, was eine Frau ist). Diese bewerteten die Tore als gleichwertig.

Wer diese Tore bewertet hat, ob Menschen mit Ahnung von Fußball oder Menschen wie ich, inwieweit bei verpixelten Spielern technische Feinheiten überhaupt zu erkennen sind, in welcher Frequenz diese Traumtore erzielt werden, dazu kann oder will man nichts sagen, denn: Das Ergebnis ist doch zu schön, um wahr zu sein. Endlich der Beweis, dass das Patriarchat existiert, die Welt ungerecht ist und Männer und Frauen im Sport zu gleicher Leistung fähig.

Zu schön, um wahr zu sein ist es tatsächlich, denn man fragt sich wie das zur Realität passt, in der die australische Frauennationalmannschaft gegen 15-Jährige Jungs 0-7 verliert. Die US-Nationalmannschaft verlor gegen einen Fünftligisten aus Wales mit 12 – 0, in gerade einmal 40 Minuten. Zu Beginn des Monats sagte Fußball-Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Wir hinken dem Männerfußball noch immer 50 Jahre hinterher“.

Aber das alles wird natürlich nicht erwähnt, das könnte ja nur das schöne Narrativ stören.

Aber letztendlich ist das alles auch vollkommen irrelevant, denn der Wert der Arbeit ermisst sich nicht nur an der Leistung selbst, sondern auch an ihrem Marktwert. Und da glaube selbst ich als Laiin gewisse Unterschiede zu erkennen. Das kann man jetzt als „historisch gewachsene Ungerechtigkeit“ empfinden, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es gute Gründe gibt, warum die männlichen Fußballer besser bezahlt werden als ihre weiblichen Pendants. Ebenso könnte man fordern, dass männliche Pornodarsteller das gleiche verdienen sollen wie weibliche.

Die Entkoppelung des Gehalts von Leistung und Marktwert ist ein alter sozialistischer Traum, der gerade mit den Überlegungen zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens eine Renaissance erlebt. Staatliche Leistungen sollen endgültig von der Bedürftigkeit entkoppelt werden.
Im Sozialstaat steigen mit wachsenden Leistungen immer auch die Ansprüche. Deutschland scheint nun einen Punkt erreicht zu haben an dem eine ehemals Bedürftigen vorbehaltene Leistung nun der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden soll. Das ist die Pervertierung des Sozialstaates. Ich persönlich habe kein Problem damit, dass ein Teil meines Einkommens den Menschen zugutekommt, die nicht für sich selbst sorgen können. Ander sieht es aber bei Leuten aus die nicht für sich selbst sorgen wollen.

Aber ich schweife ab: Grundsätzlich ist ja nichts falsches daran, hin- und wieder alte Denkmuster zu hinterfragen. Vielleicht ist der Frauenfußball tatsächlich besser als sein Ruf. Aber seinen Marktwert bestimmt keine Studie und auch kein aktivistisch veranlagter Journalist.

Was bedeutet eigentlich “weiblich”?

Mensch… gäbe es da doch nur eine Definition, die ohne Selbstzuschreibung auskommt… Moment! Ich weiß was: Weiblich ist, wenn eines oder mehrere der folgenden Attribute zutreffen:

  • zwei X-Chromosomen, während das männliche Geschlecht nur eines hat;
  • Sexualhormone wie Östrogen und Gestagene;
  • primäre Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eierstöcke und Vagina);
  • sekundären und tertiären Geschlechtsmerkmale, die sich im Laufe des Heranwachsens herausbilden, wie etwa die weibliche Brust.

Letztes Jahr sorgte der Film What is a Woman?” des politischen US-Kommentators Matt Walsh für großes mediales Aufsehen, der einer vermeintlich simplen, im Zuge der Transgender-Debatte jedoch umso dringlicheren Frage nachging und von Aktivisten, Politikern, Trans-Ideologen und Transfrauen einfach nur wissen wollte, was eigentlich eine Frau ausmacht, wenn es “Körperlichkeit”, Testosterongehalt, Aussehen und “soziales Konstrukt” des “bei Geburt zugewiesenen Geschlechtes”  nicht sein sollen.

Ermüdende Diskussionen auch auf Twitter

Auch die Twitterdiskussionen zu diesem Thema enden nie – und sie sind sowas von ermüdend. Aber immerhin habe ich heute gelernt, dass es keine guten Argumente für die Abkehr von der biologischen Definition gibt. Tolle Argumente habe ich da gehört: “Die Wissenschaft ist einfach noch nicht soweit [eine adäquate Definition von Frau aufzustellen]“, “Mit den Gegenargumenten beschäftige ich mich nicht, denn das sind alles Scheinargumente”, “Die Fokussierung auf biologistische Definitionen wird zur Einschränkung von Rechten erst der Trans- und dann der Cis-Frauen führen.

Ich konnte mir da den Hinweis nicht ersparen, dass es momentan die Aufweichung des Begriffes Frau durch radikale Transakltivisten ist, die jetzt schon zu einem Verlust an Frauenrechten führt. Darauf kam natürlich der allgegenwärtige Transphobie-Vorwurf – und letztendlich die Blockade durch den “Diskussionspartner”. Hier ein Auszug des Dialogs:

Nichts läge mir ferner, als Transpersonen ihre Rechte oder gar ihre Existenz abzusprechen. Ich glaube nur, dass man mit besagten Grabenkämpfen über die Deutungshoheit des Wortes “Frau” der Tran-Community letztendlich einen Bärendienst erweist. Durch die von den Aktivisten willentlich provozierte Equivocation Fallacy von “gefühltem Geschlecht” und “biologischem Geschlecht” wenden sich viele Leute einfach kopfschüttelnd ab. Stellenweise wird sogar ohne jegliche Grundlage versucht, das biologische Geschlecht umzudefinieren. Da ist es nicht ganz unverständlich, wenn sich die Menschen kopfschüttelnd abwenden.

Wird all das am Ende zu mehr Akzeptanz von Transfrauen führen? Ich glaube nicht. Vor allem nicht, wenn Menschen, die Menschen, die sich auf die biologische Definition berufen, im selben Atemzug als “transfeindlich” diffamiert werden. Aus unerfindlichen Gründen scheinen die Menschen Gaslighting nicht zu mögen. Da bekommt man geradezu den Eindruck, es gäbe nicht genug echte Transphobie auf der Welt, wenn man sie auf diese Weise konstruieren muss! Die Abwehrreaktion wird den Aktivisten jedenfalls gewiss sein. Und wozu das ganze? Was ist denn so schwer daran, zu sagen, dass Transfrauen Transfrauen sind  – und eben keine (biologischen) Männer? Wolfgang Thierse hat einmal gesagt: “Wer Politik für Minderheiten machen will, muss die Mehrheit dafür gewinnen.” Und die Mehrheit gewinnt man gewiss nicht, indem man sie nach dem “rassistischen” nun auch unter “transphoben” Generalverdacht stellt.

Zur ganzen Diskussion geht es hier.

#StarkeRede, lieber Armin Laschet

Ganz (links-) Twitter feiert die 4-minütige Rede von Armin Laschet gegen die #AfD, die in ihren Vorreden Bezug auf die Ausschreitungen in Frankreich genommen hatte.

Auch wenn ich kein Fan der AfD oder der Person Alexander Gauland bin, so kommen mir doch oft seine Worte in den Sinn: „Die AfD ist immer schuld. Gibt es einen rechtsradikalen Anschlag, so gilt sie als der geistige Brandstifter. Gibt es einen islamistischen Anschlag, so wird ihr vorgeworfen, sie würde den Anschlag instrumentalisieren.“

Armin Laschet macht in seiner Rede beides. Die AfD hatte auf das Problem der Parallelgesellschaften in Deutschland hingewiesen. „Ja. Das war eine Parallelgesellschaft in Deutschland. Der NSU.“

Äh…Armin, bitte was?

Also erstens Mal: Whataboutism. Statt auf das drängende Problem der Parallelgesellschaften einzugehen, bei dem er nur verlieren kann, verweist er auf „Rechte Gewalt“.

Zweitens: Der NSU eine Parallelgesellschaft? Gesellschaft? Gut, das Umfeld des NSU wird auf 100 bis 200 Personen geschätzt, aber in welcher Welt ist das eine Paralellgesellschaft?

Drittens: „Ihre Gesinnungsgenossen haben Menschen ermordet!“ Gesinnungsgenossen, also. Sind Muslime dann auch Gesinnungsgenossen islamistischer Terroristen oder der Plünderer? Ich frage für einen Freund.

„90% der Festgenommenen sind französische Staatsbürger“ poltert der kleine Mann weiter.

Tja Armin…Der Pass der Plünderer spielt offensichtlich eine untergeordnete Rolle, wenn diese Teil einer Kultur sind, die die französischen Werte ablehnt. Dass mit einem „Neuen Holocaust“ gedroht wurde und „Allahu Akbar“ – Rufe die Plünderungen begleiteten spricht wohl Bände über die Ideologie, die unter vielen der Plünderer vorherrschend ist. Die Ideologie übrigens, die auch in Paralellgesellschaften in Deutschland vorherrscht. Seltsamer Zufall, oder Armin?

Ja. Die Ghettoisierung in den Banlieues ist ein Problem. Aber selbst dieses Problem schieben Sie jetzt noch der AfD in die Schuhe: „Sie wollen nicht, dass die Menschen in der Gesellscahft integriert sind.“ Ach – ist das so? Ich habe mich jetzt nicht en Detail mit dem Wahlprogramm der AfD auseinandergesetzt, aber ich bin mir recht sicher, dass Ghettoisierung und Begünstigung von Parallelgesellschaften keiner der zentralen Punkte ist. Schon alleine deshalb, weil das bestimmt vom Qualitätsjournalismus aufgegriffen worden wäre.

„Es geht hier nicht um Ausländer, sondern um „Kriminelle Jugendliche“ sagst Du weiter. Ja Armin, warum überhaupt die Einteilung in Gruppen?

Weil – und das bekommt jeder Mensch mit eigenen Augen mit, der in Kontakt mit anderen Gruppen kommt – sich Gruppen unterscheiden: gar nicht primär durch die Hautfarbe und schon gar nicht durch den Pass, sondern vielmehr durch Sozialisierung, Auftreten, Benehmen, Kleidung.

Tritt dabei eine Gruppe besonders häufig in bestimmten Sachen hervor, eruiert man (zu Recht), dass es irgendwas mit der Sozialisierung zu tun haben muss, die sich in dieser Gruppe von der der anderen Gruppe unterscheidet.

Es geht um Kultur, Armin. Nicht um den Pass.

Wenn diese Rede eines beweist, dann nur, dass Sie das Problem nicht einmal ansatzweise verstanden haben. Und wer das Problem nicht versteht, wird es auch nicht lösen.

Oder aber…Sie wissen sehr wohl um das Problem, halten aber den Islam mal wieder aus der Schusslinie. Wer sagte denn 2018 ausgerechnet bei der Eröffnung der Aachener DITIB-Moschee den Satz „Der Islam gehört zu NRW“? Wer hat sich davor schon immer wieder mit Muslimbrüdern getroffen, der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs einen Besuch abgestattet und sich gegen eine Unvereinbarkeitsklausel der CDU NRW mit den religiös-nationalistischen Grauen Wölfen gestellt?

Wirkt leider beängstigend stimmig, lieber Armin.

Multikulti-Schulklassen: Das Bildungsniveau schmiert immer mehr ab (17.05.2023)

Zum dritten Mal in Folge sinkt die Lesekompetenz in Deutschland. Zu diesem Thema entspann sich kürzlich eine aufschlussreiche Facebook-Diskussion. Ein Mitkommentator meint auch hier das Problem ausgemacht zu haben: Es liegt “am System”. Ui! Das ist ja mal was ganz anderes! Sonst liegt es doch immer am Kapitalismus, am Patriarchat, am strukturellen Rassismus oder was sonst gerade an passenden Projektionsflächen zur Hand ist.  Ist also “das System” kontinuierlich schlechter geworden? Vielleicht. Natürlich spielt nicht nur die Zuwanderung eine Rolle beim Rückgang der Lesekompetenz; es wird durchaus auch allgemein weniger vorgelesen, und “Corona” – besser gesagt: die Schulschließungen – haben gewiss ebenfalls dazu beigetragen. Strukturelle Gründe wie die zwangsläufig höhere Konzentration auf digitale Geräte spielen auch hinein, okay. Aber trotzdem ist das Migrationsproblem die Hauptursache des zunehmenden Dilemmas. 70 Prozent Analphabetenquote unter den Zuwanderern können nicht ohne Auswirkungen bleiben.

Hinzu kommen kulturelle Disharmonien – oder, wie es die IGLU-Studie gekonnt euphemisierend formuliert, die “vielfältige Zusammensetzung der Schülerschaft” als “Herausforderung”. Und ich dachte immer, Diversität wäre unsere Stärke? Wird aus Plus nun Minus, aus dem angeblichen Benefit ein Handicap? Bereits 2017 appellierte Merkels damalige CDU-Bundesbildungsministerin Johanna Wanka an die Bundesländer, den Migrantenanteil in Schulklassen dringend zu begrenzen. Es solle keine Klassen mehr geben, in denen der hohe Migrantenanteil dazu führt, dass die Schüler untereinander vorwiegend in ihrer Muttersprache sprechen und damit eine Integration erschwert wird, sagte sie in einem Interview mit dem “Focus”. Bekanntlich setzte sich seither das genaue Gegenteil durch, und zwar mittlerweile fast flächendeckend.

Spitze eines riesigen Eisbergs

Laut Philologen-Chef Heinz-Peter Meidinger erschweren zu hohe Ausländeranteile in einzelnen Klassen zum einen  die sprachliche und soziale Integration der Kinder mit Migrationshintergrund; zum anderen sinken, wie Studien ergeben haben, ab einem Anteil von 40 Prozent Migrantenanteil die Leistungen aller Schülerinnen und Schüler in diesen Klassen rapide. Gelernt hat man aus den Erkenntnissen seit 2017: Nichts. An einer Ludwigshafener Schule mit 98 Prozent Migrationshintergrund werden in diesem Jahr 40 Erstklässler den Sprung in die zweite Klasse nicht schaffen. Das Ungewöhnliche daran ist nicht der Vorfall selbst, sondern dass solche Berichte überhaupt noch mediale Aufmerksamkeit erfahren. Denn es handelt sich dabei nur um die Spitze eines riesigen Eisbergs.

Dabei kann man nicht einmal pauschal sagen, dass Schüler mit Migrationshintergrund die schlechtere Schulbildung vorzuweisen hätten: Prozentual stellen sie zwar mit 14 Prozent – gegenüber nur 2 Prozent der Schüler ohne Migrationshintergrund – den Großteil der Menschen ohne Schulabschluss; aber unter ihnen finden sich gleichzeitig auch mit 38,5 Prozent mehr Menschen mit Hochschulreife als unter den Nichtmigranten mit nur 36,7 Prozent; die Übertragbarkeit der Abschlüsse ist bei diesen Zahlen allerdings unberücksichtigt, und notwendig wäre natürlich auch eine Aufschlüsselung nach den Herkunftsländern der Migranten respektive Migrationsstämmigen. Denn es sind, wenig überraschend, vor allem Migranten aus anderen EU-Staaten und aus Fern-Ost, die hier die Spitze stellen, während bezeichnenderweise Menschen mit türkischem Migrationshintergrund das Schlusslicht bilden.