Reminiszenzen – Vom Verlust des Verlustes

Gastbeitrag von Prince Joy

Noch immer lebten in der nach dem Krieg in Bonn erbauten Sozialbau-Siedlung, in der ich in den Achtzigern aufwuchs, viele der Erstbezieher: Ausgebombte, Kriegsheimkehrer, Vertriebene, Kriegerwitwen.

Sie wohnten, die erwachsenen Kinder längst ausgezogen, immer noch in den kleinen Wohnungen, die sie vor Jahrzehnten bezogen hatten. Wir gehörten zu den wenigen ausländischen Familien was für niemanden jemals Thema war. Woher wir denn kämen, eine gerade von den Alten häufig gestellte Frage, klang nie ablehnend, sondern verriet im Gesichtsausdruck, Neugier und lebhaftes Interesse. Wenn wir zu arg Unsinn bauten, klingelte es bei den Eltern oder wurden gleich an Ort und Stelle ermahnt.

Mit den geographischen Bezeichnungen Danzig, Königsberg, Ostpreußen, Pommern, Stettiner Haff und Schlesien bin ich groß geworden, ohne richtig verstanden zu haben, wo das sein soll und welche Schicksale, die jetzt in meiner Straße wohnten, damit verbunden waren.

Oft erzählten die Alten, wenn wir im Garten oder auf der Straße spielten, aus sich heraus, irgendeine lustig vorgetragene, abenteuerliche Landser-Geschichte aus den besten Jahren ihrer Jugend, welche sich meistens irgendwo zwischen Leningrad, Moskau oder der Stadt an der Wolga abspielte. Um dann doch mit feuchten Augen und fassungslosem Gesichtsausdruck des Erzählers zu enden. Weil am Ende der Horror doch heraus brach. Wir hörten zu, manchmal gab es 50 Pfennige oder 1 Mark für Süßigkeiten.

Wenn das Fahrrad kaputt war, klopfte ich bei Polewka, Urban oder Schmitz. In ihrem aufgeräumten, staublosen Werkzeugkeller hingen zahllose Hammer, Schraubenzieher und anderes Gerät, penibel sortiert neben der Werkbank an der Wand. Dieser aufgeräumte Keller ist für mich sinnbildlich für die Akkuratesse dieser Generation, dieses Volkes, wie sehr, mit welchem Aufbauwillen, Einstellung, Geist und in welchem Maße diese die Trümmer weggeräumt und dieses Land wieder emporgehoben haben. Selbstverständlich gilt das auch für die Frauen.

Und genau das faszinierte uns Ausländer an den Deutschen. So sollte es sein und so wollten wir sein. Weil diese Aufgabenerfüllung ohne Murren, Disziplin, Fleiß, Genauigkeit, Ordnung, Pünktlichkeit, Qualität, Sauberkeit, diese Sekundärtugenden sich scheinbar durch alle Lebensbereiche zog. Und genau deswegen waren und wollten wir in Deutschland sein. Wegen den, diesen Deutschen.

Diese Generation ging nie ohne Mantel und Hut, diesen beim Gruß vor meinen Eltern immer erhebend, aus dem Haus. Das Äußere als reflektierte Form des Inneren. Der Kirchgang war Bestandteil des Sonntags. Ebenfalls lief jeden Sonntag eine Sendung mit dem Titel „damals“. Natürlich ging es um den Krieg. Wie sollte ein Zehnjähriger verstehen, dass ‚damals‘ gerade erst 40 Jahre her und für viele der Hutträger damals immer noch heute war? Wenn Helmut Schmidt, nicht mehr Kanzler, im Fernsehen auftrat, wurde vom Vater Ruhe angemahnt, damit man zuhörte und eine, seine deutliche Aussprache erlernte. Wie aus einer anderen Welt, in Ausstrahlung und Würde, erschien Bundespräsident v. Weizsäcker.

Heute wird mir bewusst, was der wesentliche Unterschied der damaligen Politikergeneration zur heutigen ist. Sie hatten – alle – eine, wenn nicht – die – existenzielle Erfahrung gemacht: Bombennächte, Emigration, Flucht, Hunger Vertreibung. Krieg. Und sie alle litten und wussten einem gewählten Regime gedient zu haben, welches ihre wertvollsten Lebensjahre geraubt und unaussprechliche Verbrechen begangen hatte. In ihrem Namen. Sie – alle – einte ein gemeinsamer Nenner, bei aller politischen Feindschaft, egal wie sie hießen, egal wo sie standen, Brandt, Strauß, Mende und Wehner, Kohl oder Vogel. Nie wieder. Nie wieder durfte von Deutschland Krieg und Vernichtung ausgehen.

Das spiegelte sich, im bescheidenen Auftreten der Republik und ihrer Repräsentanten. Es spiegelte sich auch, in einer bodenständigen, realistischen, dem Bürger, dem Volke dienenden Politik. Man kann der heutigen Gesellschaft und Politikern nicht vorwerfen, dass sie Entbehrung und Not nicht erfahren hat. Man darf ihnen aber vorwerfen, dass sie nicht nur im akademischen, sondern im wahrsten Sinne, ungebildet sind, dass sie Bescheidenheit, Demut, Ehrfurcht, Güte, Redlichkeit, Sparsamkeit und Liebe zur Heimat vermissen lassen, dass ihnen nicht bewusst ist, wie schnell unsere vermeintlich selbstverständliche Freiheit und Sicherheit, -auch und besonders für Frauen- , unser sozialer Friede und Wohlstand verloren sind. Und es ist gleichzeitig ein Vorwurf an uns selber, weil die Politik nur ein Spiegelbild von uns selbst ist.

Es liegt mir fern, den Eindruck zu erwecken, als ob in der alten BRD alles perfekt gewesen wäre. Bei weitem nicht. Aber wer den Perfektionismus zum Maßstab erhebt, hat das Leben nicht verstanden. Erst jetzt, so viele Jahre später, wird mir klar, wie sehr meine Alten aus der Nachbarschaft, diese für mich goldene Generation, diese gebrochenen Leute mich geprägt, mein Deutschlandbild geprägt haben. Erst jetzt wird mir klar, dass es meine Bundesrepublik, dieses Deutschland, mein Deutschland, meine Nation, – leichtfertig verspielt wurde- , nicht mehr gibt.

Es war ein gutes Deutschland.

Sehr geehrte Vizepräsidentin,

Die deutsche Migrationspolitik ist, egal wie man sie findet, ein europäischer Sonderweg. Aber als solcher wird er hierzulande nicht diskutiert. Wenn Deutschland das eine will, und andere europäische Länder wollen etwas anderes, dann weicht in dieser Logik nicht etwa Deutschland vom europäischen Weg ab, nein, die anderen Länder haben den richtigen europäischen Weg einfach noch nicht erkannt. Die verquere Hybris dieser Haltung sieht in Deutschland kaum jemand, im Ausland stößt sie dafür umso übler auf.

sehr geehrte Frau Katrin Göring-Eckardt,

Sie merken es offensichtlich nicht, deshalb sage ich es Ihnen jetzt: Ihr Verhalten spielt Putin in die Hände.

Putin versucht, was er auch schon im Sommer 2021 über Weißrussland versucht hat und immer noch versucht: Mit „Flüchtlingen“ aus Nahost Europa zu destabilisieren. Beinahe 1.000 Menschen versuchen immer noch monatlich diese Grenze zu überwinden.

Denn Putin weiß, diese Frage spaltet Europa, was in erster Linie am deutschen Sonderweg liegt. Des weiteren weiß Putin, dass diese Migranten hohes kriminelles Potential mitbringen und zusätzlich die Wirtschaftsleistung der Aufnahmeländer schwächen, da sie in der Regel eine Rundumversorgung benötigen. Putin weiß auch, dass es in Deutschland sehr viele Menschen gibt, die die weitere Aufnahme von Migranten aus dem Nahen Osten, die unter der Vorspiegelung der Asylsuche einreisen ablehnen, was wiederum zu Spannungen innerhalb Deutschlands führt. Putin weiß auch, dass diese Spannungen eine Stärkung der AfD begünstigen – eine der wenigen Parteien, die zumindest in Teilen noch zu Russland hält.

Ideologiebesoffen

Und jetzt kommen Sie ideologiebesoffen daher und kritisieren Polen für das Errichten eines Grenzzauns um die illegalen Grenzübertritte aus der russischen Enklave in Kaliningrad zu unterbinden, in das Russland Flüge mit Migranten aus Nahost und Nordafrika leitet.

Die „sich anbahnende humanitäre Katastrophe“ wurde/wird von Putin wissentlich herbeigeführt und wenn man jetzt nachgibt, wird sie niemals enden, sondern kann ewig ausgedehnt werden. Die Menschen die nach Kaliningrad fliegen sind nicht die Kinder mit den Kulleraugen in Flüchtlingslagern, die Deutschlands Hilfe benötigen, sondern relativ wohlhabende Bürger, überwiegend junge Männer, teils mit streng islamistisch geprägten Weltbildern.

Putin spekuliert auf Menschen wie Sie, die den Verstand ausschalten und in seine Falle tappen. In einem bewundernswerten intelektuellen Spagat loben Sie auch noch die polnischen Bemühungen um die ukrainischen Flüchtlinge. Aber dass es gute Gründe hat, warum Polen sich selbstlos um die echten Flüchtlinge aus der Ukraine kümmert, die Aufnahme von Menschen aus Nahost aber kategorisch ablehnt – das kommt ihnen so gar nicht in den Sinn?

„Wir sollten uns 2015 zum Vorbild nehmen!“

Ihre Fans beim Deutschlandfunk Kultur versuchten in einem Beitrag gestern die Migrationsdebatte schönzufärben: „Wir sollten uns 2015 zum Vorbild nehmen!“ Hierzu schrieb ich:

Grundsätzlich ist es richtig das Engagement der ehrenamtlichen zu würdigen. Die Willkommenskultur von damals – das sollte man in diesem Zusammenhang erwähnen – wurde eben auch stark durch die mediale Falschdarstellung der Geschehnisse und der Flüchtlinge verursacht. Von Familien und gut ausgebildeteten Fachkräften war da zu lesen. In der Realität waren es aber überwiegend junge Männer, in großen Teilen Analphabeten.

Diese mediale Falschdarstellung wurde auch in einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung analysiert.

Auch ich habe mich damals in der Flüchtlingshilfe engagiert – merkte aber sehr schnell, dass die mediale Darstellung und die Realität sich stark unterschieden. Viele Freunde sammelten spielzeuge und Kinderkleidung – wurde alles nciht gebraucht.

So musste sich die Öffentliche Meinung erst einmal von der Falschdarstellung emanzipieren – immer in Gefahr mit Rassisten und Nazis in einen Topf gesteckt zu werden. Denn Kritiker hatten es damals nicht leicht, obwohl sie in vielen Punkten recht behielten:

Die Integration in den Arbeitsmarkt verläuft noch immer mehr als schleppend: -„Fast zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt ganz oder teilweise von Hartz IV. (FAZ 2021). In der Kriminalstatistik sind Flüchtlinge noch immer massiv überrepräsentiert.

Und nun soll in einem geradezu reaktionären Schritt ein Schönfärbung der damaligen Ereignisse vollzogen werden?

Das zivilgesellschaftliche Engagement ist großartig – keine Frage – aber warum wurde es denn überhaupt notwendig? Weil die Regierung ohne die Folgen zu bedenken geltendes Recht (Dublin) ausser Kraft gesetzt hatte. Die fehlenden Mittel wurden vom privaten Engagement so gut es ging aufgefangen. Die negativen Folgen sind noch immer spürbar.

„Warum versuchen sogar Linke, die „Sorgen der Leute ernst zu nehmen“ fragt sich der Autor.

Man hat die Sorgen der Menschen 2015 eben gerade nicht ernst genommen: Die Folge war das Erstarken der AfD, die sich nun, leider nicht einmal unberechtigt auf die Fahnen schreiben konnten, dass sie die Sorgen um die Migration ernst nahmen und dass sie „unangenehme Wahrheiten“ aussprachen. Und die Leute sind eben nicht nur Rassisten. Das wird man auch merken, wenn „erst einmal genau hinzuschauen: was für Sorgen das sind, um welche Leute es sich handelt und um wie viele Leute?“

Die Menschen, die Zuwanderung aus islamisch geprägten Ländern ablehnen sind keineswegs eine Minderheit – auch wenn das gerne so dargeastellt wird. Und auch nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa. Selbst ehemals liberale Länder wie schweden und Dänemark schotten sich nun gegen weitere Einwanderung ab. Nur in Deutschland scheint man den Schuss noch immer nciht gehört zu haben.

Die deutsche Migrationspolitik ist, egal wie man sie findet, ein europäischer Sonderweg. Aber als solcher wird er hierzulande nicht diskutiert. Wenn Deutschland das eine will, und andere europäische Länder wollen etwas anderes, dann weicht in dieser Logik nicht etwa Deutschland vom europäischen Weg ab, nein, die anderen Länder haben den richtigen europäischen Weg einfach noch nicht erkannt. Die verquere Hybris dieser Haltung sieht in Deutschland kaum jemand, im Ausland stößt sie dafür umso übler auf.

Des Weißen Mannes neue Last

In den letzten Jahren wurden wir immer wieder Zeuge verstörender Szenen von Migranten die auf der Flucht aus den Entwicklungsländern versuchen, nach Europa zu gelangen. Besonders ergreifend sind die Bilder von jungen Männern aus Schwarzafrika, die versuchen die Sperrzäune in Richtung der spanischen Enklaven Ceuta und Melilla in Marokko zu überwinden:

Sehen wir von der Frage ab, ob Spanien diese Enklaven an Marokko zurück geben sollte, so ist die Entschlossenheit der Migranten bemerkenswert, die nach Europa reisen wollen. Sie sind illegal nach Marokko eingereist und dürfen von dort illegal in ein anderes Land einreisen – ziemlich sicher mit stillschweigender Genehmigung der marokkanischen Behörden. Seltsam mutet auch der Anblick der jungen Männer an, die „Freiheit“ rufen und sich bei ihrer Ankunft in den Enklaven in die EU-Flagge hüllen. In Wirklichkeit sind sie alles andere als frei. Es ist sehr unwahrscheinlich ist, dass die spanischen Behörden ihnen Asyl und Aufenthaltsrecht gewähren. Handelt es sich bei ihnen nicht um Flüchtlinge, sondern um illegale Wirtschaftsmigranten, wird man sie wieder ausweisen. Wirklich abschrecken, werden diese Maßnahmen zukünftige Migranten nicht.

Oft hört man, dass solche Bilder ein Indiz der europäischen Herzlosigkeit seien. Wesentlich seltener hört man, dass es sich um ein Indiz für die Unfähigkeit derjenigen handelt, die jetzt seit mehr als einem halben Jahrhundert über Europas ehemalige Kolonien herrschen. Die postkolonialen Regierungen sind beinahe ausmahmslos katastrophal gescheitert. Es ist naiv zu behaupten, die Migrationskrise der letzten Jahre sei die Folge westlicher Interventionen in den Ländern, aus denen so viele fliehen. Dies trifft bestenfalls teilweise zu. Zwar stammt eine erhebliche Anzahl von Migranten aus Afghanistan, dem Irak und Libyen, doch die größte Zahl seit 2013 ist vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen, in dem kaum westliche Militäreinsätze statt gefunden haben.

Auch die Migranten aus Schwarzafrika sind nicht auf der Suche nach Schutz vor westlichen Militäreinsätzen. Sie versuchen der Armut, Arbeitslosigkeit, Korruption und Hoffnungslosigkeit in ihren eigenen Ländern zu entkommen, die von ihren eigenen Herrschern geschaffen wurden. Vierzig Jahre nach der Unabhängigkeit ist die Wirtschaft Simbabwes am Boden. Im November 2019 warnte der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, dass 60 Prozent der Bevölkerung „lebensmittelunsicher“ sind, d. h. „die Menschen in Simbabwe nähern sich langsam einer menschengemachten Hungersnot. Dass so viele versuchen nach Europa zu gelangen – und dass es viele noch versuchen werden – ist verständlich, da sich dort bereits Dutzende Millionen Menschen aus den Entwicklungsländern niedergelassen haben. Diese Migranten glauben, dass sich ihre Perspektiven unter der Führung der demokratisch gewählten Führer Europas und der liberalen Institutionen und Gesetze des Kontinents erheblich verbessern werden.

Die Zahl der auswanderungswilligen Menschen ist sehr hoch: Eine im Dezember 2018 durchgeführte Gallup-Umfrage ergab, dass 750 Millionen Menschen weltweit dauerhaft in ein anderes Land migrieren möchten – das sind 10 Prozent der Weltbevölkerung. Die favorisierten Migrationsziele liegen wenig überraschend in überwiegend in Europa und Nordamerika. Der größte Prozentsatz der Befragten (33%), die zwischen 2015 und 2017 angaben migrieren zu wollen, lebte in Afrika südlich der Sahara. Im Vorfeld des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit Jamaikas im Jahr 2011 berichtete die jamaikanische Zeitung „The Gleaner“, dass erstaunliche „60 Prozent der Jamaikaner der Ansicht waren, dass es dem Land besser gegangen wäre, wenn es eine Kolonie Großbritanniens geblieben wäre. Umgekehrt gaben 17 Prozent der Befragten an, dass es dem Land schlechter gehen würde, wenn es eine britische Kolonie bleiben würde, während 23 Prozent angaben, es nicht zu wissen.“

Ein Zeugnis der Schande

Ein ähnliches Gefühl dürfte in vielen anderen ehemaligen Kolonien vorherrschen, in denen jahrzehntelange Unabhängigkeit kaum Fortschritt gebracht hat. 2007 rief der sudanesische Milliardär Mo Ibrahim den „Ibrahim Prize for Achievement in African Leadership” (Ibrahim-Preis für besondere Leistung in der Führung Afrikas“ ins Leben. Mit dem Preis sollten ehemalige afrikanischen Staats- und Regierungschefs ausgezeichnet werden, die folgende Kriterien erfüllen: Sie müssen ihr Amt in den letzten drei Jahren niedergelegt haben; sie müssen demokratisch gewählt worden sein; sie müssen eine verfassungsmäßige Amtszeit abgeleistet haben; und sie müssen sich durch außergewöhnliche Führung ausgezeichnet haben. Der Preis ist mit einer Summe von 5 Millionen US-Dollar dotiert sowie weiteren 200.000 Dollar jährlich lebenslang. In den Jahren 2009, 2010, 2012, 2013, 2015, 2016 und 2018 konnte der Preis nicht vergeben werden, da kein Kandidat die Voraussetzungen erfüllen konnte. Ein Zeugnis der Schande.

Es ist unverzeihlich, dass die Machthaber der Länder, aus denen die Bürger versuchen nach Europa zu fliehen, kein Wort über die Tragödien im Mittelmeer verlieren und dass sie sich nicht bemühen, die Leichen der Toten nach Hause zurückzubringen. Die westlichen Medien bezeichnen dieses Problem fälschlicherweise als „Europäische Migrationskrise“ und konzentrieren sich ausschließlich auf das Versagen europäischer Politiker und Institutionen. Geflissentlich übersehen sie die Fehler der Regime in den Heimatländern der Migranten und verkennen die tragende Rolle, welche die Machthaber dieser Länder spielen. Denn diese Krise ist in erster Linie eine Krise der Herkunftsländer, nicht die Europas.

Gelegentliche Ausnahmen zeigen, wie wichtig es ist die Entwicklung in den Herkunftsländern in die Berichterstattung miteinzubeziehen. In einer CNN-Reportage von 2017 wurde berichtet, dass afrikanische Migranten auf Sklavenmärkten in Libyen verkauft wurden. Dieser Bericht veranlasste die nigerianischen Behörden einige ihrer Bürger nach Hause zu retten.

Nigeria ist Afrikas größte Nation und verfügt über beachtliche Erdölvorkommen. Unter einer effektiven Führung hätte sich das Land zu einer wohlhabenden Nation entwickeln können. Statt dessen verschwendeten einige der schlimmsten Kleptokraten, die diese Welt jemals gesehen hat den Ölreichtum, der andernfalls zu einer Verbesserung des Lebensstandards vieler Bürger hätte beitragen können.

Man fragt sich angesichts dieser Entwicklung, wie viel Prozent der nigerianischen Bevölkerung bei einer Umfrage wohl angeben würden, dass es dem Land besser gehen würde, wäre es britische Kolonie geblieben. Ein viktorianischer Kolonialist würde darin wohl die Gültigkeit dessen bestätigt sehen demonstriert, was Rudyard Kipling die „Bürde des Weißen Mannes“ nannte. Der vollständige Titel von Kiplings berüchtigtem Gedicht von 1899 lautet „Die Bürde des Weißen Mannes: Die Vereinigten Staaten und die philippinischen Inseln“ und es wurde geschrieben, um die USA davon zu überzeugen, dass es die moralische Verpflichtung westliche Männer wäre, die Philippinen zu kolonisieren und zu zivilisieren.

Die Push- und Pull-Faktoren bleiben unangetastet

Heute ist die Bürde des Weißen Mannes umgekehrt worden – es ist nicht die Pflicht des Westens sich vor Ort niederzulassen, sondern alle Migranten willkommen zu heißen, die den weißen Mann (und die weiße Frau) anflehen, für das zu sorgen, was ihre eigenen Herrscher nicht zu leisten im Stande sind: ausreichende Nahrung, angemessene Unterkunft, Arbeit, Bildung , Gesundheitswesen und so weiter – die Grundlagen für ein glückliches und sorgenfreies Leben. Die Führer der Herkunftsländer – ob nun demokratisch gewählt oder nicht – sollten sich gründlich dafür schämen. Aber die westlichen Nationen zögern, dieses Fehlverhalten anzusprechen. Sie sind zu sehr gehemmt von ihrer eigene beschämenden Geschichte. Selbstgeißelung tritt an die Stelle konstruktiver Kritik und Selbstgefälligkeit an die Stelle konstruktiven Handelns. Die Push- und Pull-Faktoren bleiben unangetastet, welche die globalen Migrationsbewegungen vom Süden in den Norden verursachen.

Allerdings zeigt sich mittlerweile, dass viele Europäer diese neue Bürde des Weißen Mannes nicht auf sich nehmen wollen. Sie sehen sich nicht in der moralischen Verpflichtung für das Versagen anderer aufzukommen und fangen an Politiker zu wählen, die das ähnlich sehen.

Der Zustrom von Migranten in den letzten Jahren hat zu einer unvermeidlichen Gegenreaktion gegen die Masseneinwanderung und zu einer Nulltoleranz gegenüber illegaler Einwanderung geführt. Damit einher geht der Aufstieg von von Populisten und Demagogen, die sich (zumindest in ihrer Rhetorik) dazu verpflichtet haben, diese zu beenden. Parteien, die sich mit Nachdruck gegen Migration einsetzen, haben auf dem gesamten Kontinent an Stärke gewonnen.

Ungeachtet dessen, dürfen die Europäer nicht weiterhin die tiefgreifenden Probleme der Entwicklungsländer ignorieren, die so viele dazu veranlassen, den gefährlichen Weg für ein besseres Leben zu wagen. Es kann in diesem Zusammenhang keine einfachen Lösungen geben, aber Europa sollte durch nachhaltige Beratung und Unterstützung dazu beitragen, die Verwaltung von scheiternden und gescheiterten Staaten zu verbessern. Bisher wurde dies über Entwicklungshilfe versucht, leider mit mäßigem Erfolg.Als Reaktion auf die Migrationsbewegungen plädierte das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit bereits 2017 für einen „Marshall-Plan“ mit Afrika, der anerkennt, dass die Afrikaner ihr Leben riskieren um nach Europa zu gelangen, weil es in ihren eigenen Ländern an Entwicklungsmöglichkeiten mangelt – eine durchaus positive und ermutigender Vorstoß. Allerdings zeigen die anderen EU-Staaten wenig Interesse an diesen Bemühungen.

Wenn Initiativen wie diese den Fokus auf eine verbesserte Regierungsführung und die Eindämmung von Korruption legen, könnten sich die Aussichten auf eine nachhaltige Entwicklung Afrikas und des globalen Südens erheblich verbessern. Dies wird irgendwannhoffentlich der lebensgefährlichen Flucht von Migranten und der neuen Bürde des Weißen Mannes ein Ende setzen.

„The New White Man’s Burden“

von Rumy Hasan

erschienen bei Quillette

-Aus dem Englischen von Aischa Schluter – ich hoffe ich verletze nicht irgendwelche Rechte…oder Linke

Spedition Anton Schlepper und Partner

Seenotrettung und Pullfaktor

Manchmal, nicht immer aber manchmal, hilft es komplexe Sachverhalte auf ein einfaches Beispiel zu reduzieren.

Stellen wir uns also vor, es gäbe eine Spedition – nennen wir sie Anton Schlepper und Partner. Diese Spedition wird beauftragt, Waren über eine Strecke von 1.500 km zu transportieren und die Kunden bezahlen für die gesamte Strecke.

Nun hat aber die Spedition das unsägliche Glück, dass sie die Waren gar nicht selbst über die ganze Strecke schaffen muss, sondern nur über eine wesentlich kürzere Strecke – sagen wir mal 20 Seemeilen. Den Rest der Strecke übernehmen unentgeltlich Partner in Übersee.

Welche LKWs wird die Spedition wohl benutzen und zukünftig anschaffen? Den teuren, neuen und nun überqualifizierten 40-Tonner oder den abgetakelten Sattelschlepper, der gerade so die kürzere Strecke schafft? Zumal wenn die Rückkehr des LKW nicht vorgesehen ist?

Wenn Anton Schlepper ein halbwegs ökonomisch denkender Mensch ist, so wird er versuchen mit möglichst wenig finanziellem Aufwand den größtmöglichen Gewinn zu erwirtschaften.

Vielleicht nimmt die Spedition jetzt mehr Aufträge an. Vielleicht aber auch nicht. Ob sie das tut hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab: Qualität der Wege, Liquidität der Kunden, die allgemeine Wirtschaftslage und innenpolitische Faktoren.

Daher werden einige Soziologen und Spiegel-Autoren vorsätzlich daran scheitern, eine monokausale Verknüpfung zwischen Anzahl der beförderten Waren und der Erleichterung durch ddie Partner in Übersee herzustellen. Andere Studien wie bspw. die der NY Times oder aus Australien werden diese Leute ignorieren.

Wie dem auch sei – unterm Strich bleibt für unseren Spediteur mehr übrig. Da er geschäftstüchtig ist, wird er dieses Geld wieder investieren: In seine Infrastruktur, in die Verbesserung der Beziehungen zu den lokalen Behörden beispielsweise oder natürlich in Werbung für sein Unternehmen.*

Ich muss da oft an ein Bild denken, das ich in einem Seminar zu den USA im 19. Jahrhundert gesehen habe. Es zeigte Amerika in bunten Farben als Ort der Sehnsucht, wo es Land genug für alle gibt und jeder seines Glückes Schmied ist. Allerdings war die Anzeige nicht von den USA geschaltet, die um Einwanderer geworben hätten, sondern von den Reedern, die die Überfahrten verkauften. Die Realität sah anders aus als auf dem Plakat: Einwanderer wurden gleich nach der Ankunft in New York für den Sezessionskrieg verpflichtet. Ihre Familien mussten sehen, wo sie bleiben, bis der Vater den ersten Sold schicken konnte.

Nun kann das Bild der Spedition dem komplexen Thema natürlich nicht gerecht werden. Aber es zeigt hoffentlich denen, die da sagen: „Seenotrettung“ ist kein Pullfaktor! Das haben Wissenschaftler herausgefunden! – dass eben nicht jede Studie in der Lage ist die Komplexität des Themas in Gänze zu erfassen. Ganz wie diese Geschichte von der Spedition.

A Tale Of Two Studies – Die Geschichte Zweier Studien

„Es war die beste und die schlimmste Zeit, ein Jahrhundert der Weisheit und des Unsinns, eine Epoche des Glaubens und des Unglaubens, eine Periode des Lichts und der Finsternis.“
Und genau in dieser Zeit erblickten zwei Studien das Licht der Öffentlichkeit. Beide versuchten sich in Bereichen, in denen noch recht wenig Daten erhoben worden waren. Und obgleich beide ihre Schwächen hatten, war die eine viel geliebt und die andere viel gescholten. Ja man wollte der letzteren sogar absprechen überhaupt das Wort Studie zu verdienen. Erstere hingegen war ein gern gesehener Gast bei den angesehenen Medien – beim Spiegel und der Zeit, beim Monitor und der Taz, beim Mediendienst Integration und bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die zweite hingegen ward überhaupt nicht gerne gesehen. Es wirkte sogar als wollten manche gar verhindern, dass sie überhaupt gesehen wurde. So versammelten sich dann auch viele Leute mit illustren Namen und beeindruckenden akademischen Titeln und forderten das Projekt einzustellen noch bevor es richtig begonnen hatte.

Die beliebte Studie hörte auf den schwungvollen Namen „Afrozensus“, die unbeliebte trägt den sperrigen Titel „Brochüre der Anlauf- und Dokumentationsstelle konfrontative Religionsbekundung“.

Zu dieser Zeit war es in Mode, dass man sich mit den Opfer solidarisierte und die Täter verdammte – aber eben nur, wenn es die richtigen Opfer und nicht die falschen Täter waren. So hatten es die Gelehrten der Betroffenheitsforschung beschlossen. Die Opfer im Afrozensus wurden von dunklen Machenschaften, einem Geheimbund ähnlich unterdrückt, der im Überall und Nirgendwo agierte: Dem strukturellen Rassismus. Jeder Angehörige der Mehrheitsgesellschaft war ein Teil dieses Übels. Und weil jeder ein Teil war, war auch niemand ein Teil.

Die Täter in der unbeliebten Studie hingegen konnte man sehr genau benennen. Und das machte die Betroffenheitsspezialisten nervös. Musste man hier etwa am Ende noch konkrete Maßnahmen ergreifen? Maßnahmen gegen eine Gruppe, die von ihnen doch bereits pauschal als Opfer kategorisiert worden war. Nein. Das durfte nicht sein und was nicht sein durfte, konnte auch nicht sein. Also tat man, was man immer tat: Man schoss auf den Botschafter.

Die Arbeit sei nicht ergebnisoffen geführt worden, sondern es gäbe Anzeichen für Voreingenommenheit seitens der Ersteller der Studie. Hier sei erwähnt, dass der Verein, welcher die Afrozensus-Befragung durchgeführt „Each One, Teach One“ heißt. Die tragen die Ergebnisoffenheit quasi im Namen.
Der einzige Zweck der unliebsamen Studie hingegen sei es „schulische Konflikte politisch zu instrumentalisieren.“ Die Kritiker hingegen machten keinen Hehl aus ihren Absichten: „Sollte es den Akteur*innen (sic!) um eine grundsätzliche politische Debatte über Religion im öffentlichen Raum gehen, kann diese nicht glaubwürdig ausgetragen werden, wenn dies auf dem Rücken einer religiösen Minderheit geschieht“. „Vor dem Hintergrund der in der Gesellschaft weit verbreiteten antimuslimischen Einstellungen birgt dieses Projekt die Gefahr, die Diskriminierung einer bereits vielfach abgelehnten religiösen Minderheit zu befördern.“


Wen die Betroffenheitsforscher einmal zum Opfer erklärt hatten, der wurde diesen Status auch nicht mehr los. Selbst wenn er sich noch so anstrengte. „Konkrete Instrumente und Strukturen zum Umgang mit konfrontativer Religionsausübung im schulischen Regelbetrieb zu etablieren“ – das durfte schon gar nicht sein. Man könnte ja noch den Eindruck gewinnen, es handle sich um ein in der Tat strukturelles Problem. „Strukturell“ konnte aber nur der Rassismus der Mehrheitsgesellschaft sein von der der Afrozensus berichtet. Doch hier wurde keine Kritik vorgebracht – nicht an der willkürlichen Auswahl der Befragten nach dem Schneeballprinzip, nicht an der Möglichkeit die Onlinebefragung mehrfach auszufüllen, nicht an schwammigen Definitionen oder dass sie rein auf die Perspektive der Betroffenen reduziert war.

Und damit hätte die Autorin dieser Zeilen auch grundsätzlich kein Problem. Keine Studie oder Umfrage kann die Wirklichkeit abbilden. Sie können lediglich Orientierungshilfe leisten, uns einen Schatten der Realität vermitteln. Ihre aussagekraft ist beschränkt.

Und manchmal sagt die Reaktion auf Studien sogar mehr aus als die Studien selbst.


Deutschland trägt eine Mitschuld – Kriminalität von Zuwanderern

(veröffentlicht 30.06.2021)

Ich habe schon lange nichts mehr zur Überrepräsentation von Ausländern und Zuwanderern aka. Flüchtlingen geschrieben. Auch weil ich denke, dazu ist eigentlich alles gesagt. Da gibts nichts zu diskutieren, das ist einfach Fakt.Dieser Fakt ist aber wohl nciht bei allen angekommen. oder sie suchen, Überraschung, die Schuld einfach bei den Deutschen, die ja so böse, böse sind, dass die armen, armen Zuwanderer gar nicht anders können. Das ist doch straight-up victim-blaming.

„Das Hauptproblem beim Zusammenleben sind nicht, wie fälschlicherweise propagiert, die Angriffe von Deutschen auf Flüchtlinge sondern umgekehrt. Flüchtlinge sind bei allen schweren Straftaten überrepräsentiert. Aus manchen Regionen, namentlich dem Magreb, wird jeder dritte „Flüchtling“ straffällig.Erzähl doch mal der in Leer von 2 Afgahnen und einem Iraker vergewaltigten 16-Jährigen, etwas über „niedere Instinkte wie Neid und Missgunst“. Oder den vielen anderen. Es sit einfach unfassbar blauäugig zu glauben, dass die Integration nur am Unwillen der Deutschen scheitern würde. Deutschland hat gigantische Bemühungen unternommen. Aber Menschen aus streng patriarchalen und religiösen Geselslchaften wollen sich eben leider nicht so einfach integrieren lassen.

„Flüchtlinge geräuschlos integrieren“ – das mag allenfalls funktionieren, wenn es nciht zu viele sind – und es sind jetzt schon zu viele, aber wenn es nach Dir ginge, könnte man noch mehr aufnehmen. Ja – sowas kann man wirklcih nur denken, wenn man die Augen vor der Realität ganz fest verschließt.“Die Bekämpfung der Fluchtursachen“ ist nichts weiter als ein Feigenblatt. Ja, natürlich muss man das tun. Bin ich auch dafür..aber wann können wir denn da mit handfesten Ergebnissen rechnen? Wenn auf der ganzen Welt der gleiche Lebensstandard herrscht wie in Europa? Und was machen wir bis dahin?Die Zahl der auswanderungswilligen Menschen ist sehr hoch: Eine im Dezember 2018 durchgeführte Gallup-Umfrage ergab, dass 750 Millionen Menschen weltweit dauerhaft in ein anderes Land migrieren möchten – das sind 10 Prozent der Weltbevölkerung. Ganz ehrliche FGrage: Wieviele „Flüchtlinge/Migranten“ kann bzw. soll Deutschland noch aufnehmen?

„Wer halb kalkutta aufnimmt hilft nicht etwa kalkutta sondern wird selbst zu kalkutta“ – wie Scholl-Latour einst sagte.Die Krise ist in erster Linie eine Krise der Herkunftsländer, aber aus unerfindlichen Gründen sucht man die Schuldigen immer in Europa. Das bereits erwähnte Nigeria ist ein trauriges Beispiel. Nigeria ist Afrikas größte Nation und verfügt über beachtliche Erdölvorkommen. Unter einer effektiven Führung hätte sich das Land zu einer wohlhabenden Nation entwickeln können. Statt dessen verschwendeten einige der schlimmsten Kleptokraten, die diese Welt jemals gesehen hat den Ölreichtum, der andernfalls zu einer Verbesserung des Lebensstandards vieler Bürger hätte beitragen können.Wenn das Asylrecht millionenfach zur illegalen Migration ausgenutzt wird, dann darf man eben nur noch so viele Leute ins Land lassen, deren Anträge man in angemessener Zeit prüfen kann.Des weiteren müssen abgelehnte „Flüchtlinge“ schnell und konsequent abgeschoben werden.

Denn das ist der eigentliche Pull-Faktor für Migration, für das Sterben im Mittelmeer und in der Sahara: es spielt so gut wie keine Rolle, ob man asylberechtigt ist oder nicht. Wer es erst einmal nach Europa geschafft hat, kann fast immer in Europa bleiben. Doch was soll an einer Politik human sein, die Menschen dazu verleitet, tausende Kilometer zu reisen, Folter, Vergewaltigung und Sklaverei in Kauf zu nehmen und ihr Leben auf dem Meer aufs Spiel zu setzen, um am Ende in ein Land zu kommen, in dem nur die Wenigsten von ihnen eine Chance haben, aus eigener Kraft ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Zumal dieser Weg nur den Starken und vergleichsweise Wohlhabenden überhaupt offensteht.

Paul Collier:»Es muss einen radikalen Schwenk in der Kommunikation geben. Europa muss klar sagen, dass sich die Wohlstandsmigranten gar nicht erst auf den Weg zu machen brauchen. Und auch die Flüchtlinge, die sich in Sicherheit bringen wollen, können das nicht länger in Europa tun, sondern in den sicheren Nachbarstaaten, ganz so, wie es völkerrechtlich festgelegt ist. Das Prinzip, dass sichere Anrainerstaaten Schutz bieten sollen, muss aus zwei Gründen zwingend gelten: Zum einen kommen die Flüchtlinge in das sichere Nachbarland am einfachsten hinein, ohne sich unnötig in Gefahr zu bringen. Und wenn wieder Frieden in ihrer Heimat herrscht, können die Flüchtlinge auch sehr einfach wieder zurück und beim Wiederaufbau helfen.«

Umbenennen, umdeuten, relativieren – Berlins Umgang mit kriminellen Zuwanderern

(veröffentlicht 02.02.2022)
Umbenennen, umdeuten, relativieren – alles beliebte Mittel um auf ein Problem zu reagieren, für dass man laut Aussage von Berlins Sozial- und Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) keine Lösung hat.

Wer Probleme nicht benennt, wird sie nicht lösen. „Partyszene“, „eventorientierte Jugendliche“ und nun „Femizid“. Hinzu kommt, dass man Menschen, die seit Jahren auf diese Probleme aufmerksam machen als Rassisten diffamiert und dass man mehr Geld in die Erforschung von Hirngespinsten wie „strukturellem Rassismus“ investiert als in die Beleuchtung von Migrantenkriminalität.

Ich bin in diesem Zusammenhang noch einmal die Zahlen zur Zuwandererkriminalität durchgegangen:Es gab eine Zunahme von Sexualstraftaten, aber diese ist erst Mal mit Vorsicht zu genießen, da es durch eine Gesetzesänderung im Jahr 2016 (im Aftermath von Silvester in Köln) kam. „kleinere Sexualdelikte“ wie angrabschen usw. wurden bis dato über den Beleidigungsparagrphen geahndet, durch die Gesetzesänderung fielen mehr Straftaten unter Sexualstraftaten als zuvor.Eine weitere Schwierigkeit ist, dass die Straftaten in D seit Jahren rückläufig sind. Die Gruppe der Zuwanderer aka. Flüchjtlinge stellen nciht einmal 2% an der Gesamtbevölkerung, was bedeutet, dass sich selbst eine starke Überrepräsentation dieser Gruppe nur bedingt auf die Gesamtzahlen auswirkt.Dennoch lässt sich, laut ARD Faktenfinder bei Gewalttaten seit 2015 erstmals wieder ein Anstieg verzeichnen, der eindeutig im Bezug zur Aufnahme von „Flüchtlingen“ steht.“So stiegen die versuchten und vollendeten Straftaten gegen das Leben, also Mord, Totschlag, Körperverletzung mit Todesfolge usw. von 2015 bis 2017 von 2721 auf 2971. Gleichzeitig stieg die Zahl der Taten mit Beteiligung von Zuwanderern von 233 auf 447.“Der Anteil an den Gesamtstraftaten (ausländerrechtliche Verstöße ausgenommen) liegt bei den Zuwanderern bei 13% bei unter 2% Bevölkerungsanteil.

„Bei den sogenannten Rohheitsdelikten (Körperverletzung, Raub, Freiheitsberaubung, Kidnapping, Nötigung und Bedrohung etc.) zeigt sich ein ähnliches Bild: Von 2015 auf 2016 kam es zu einem sprunghaften Anstieg von 664.065 auf 708.682 Delikte, wobei sich die Fälle mit Beteiligung von Zuwanderern von 35.723 auf 69.035 fast verdoppelte.““Dennoch verdoppelte sich der Anteil der Taten (Sexualstraftaten) unter Beteiligung von Zuwanderern bereits 2015 bis 2016 von 1683 auf 3404. Die Gesamtzahl stieg in diesem Zeitraum lediglich von 36.532 auf 37.442, womit dieser Anstieg rein rechnerisch vollständig auf die Gruppe tatverdächtiger Zuwanderer zurückzuführen sein könnte.“Und bevor die Relativierung über die Demographie kommt: Da musste selsbt der Faktenfinder der Tagesschau mittlerweile zugeben, dass es daran nicht liegt. Zitat: „Die Unterschiede der Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) sind so groß, dass kleinere Abweichungen […] sie nicht eliminieren würden. Die Hypothese, dass Zuwanderer im gleichen Umfang wie gleichaltrige deutsche Männer Sexualtaten begehen, ist zurückzuweisen.“ Was auch niemanden verwundern dürfte, der nur geringe Kenntnisse von Soziologie hat.Aktuell werden jeden Tag zwei Gruppenvergewaltigungen in Deutschland verübt.

Die Demographie der Täter dürfte sich nciht sehr geändert haben – Afgahnen, Syrer und andere Zuwanderergruppen sind immer noch stark überrepräsentiert.aber die PKS wurde deutlich unübersichtlicher und der Schlüssel für „Überfallartige Gruppenvergewaltigungen“ ist komplett aus der PKS verschwunden, wird nun unter Sexualstraftaten zusammengefasst.Des weiteremn gebe ich zu bedenken, dass viele Opfer der Verbrechen durch Zuwanderer aka Flüchtlinge selbst Flüchtlinge sind. Die Dunkelziffer bei Sexualstraftaten ist ohnehin schon sehr hoch, aber gerade unter Flüchtlingen dürfte sie aufgrund religiöser und sozialer Prägung, fehlendem UNrechtsbewusstsein und mangelndem Vertrauen in den Rechtsstaat noch höher sein als bei der deutschen Bevölkerung.Hinzu kommen Fälle wie der der Linken-POlitikerin Selin Gören, die eine Vergewaltigung durch Flüchtlinge nicht angezeiigt hat, weil sie „kein Wasser auf die Mühlen der Rechten geben“wollte. Sie hatte statt dessen behauptet, sie wäre von Deutschen ausgeraubt worden.

Sind diese Zahlen, diese Umstände denn den Leuten nciht bekannt? Oder verwschließen sie einfach nur ganz fest die Augen.Ich hasse dieses fadenscheinige Argument. Eine billige Umbenennung, die überhaupt keinen Erkenntnisgewinn bringt, sondern die wahren Ursachen verschleiern möchte – in der Regel vorgetragen von Kulturrelativisten, die keine Unterscheidung in der patriarchalen Ausprägung von Gesellschaften zu machen in der Lage sind.Wenn über Missbrauchsfälle in der katjholischen Kirche berichtet wird – stellst Du Dich dann acuh hin und sagt: ja, aber in erster Linie sind die Täter Männer. Suchst Du dann auch nach den Tätern in Schwulenbars und Fußballstadien, weil sich da besonders viele Männer aufhalten – oder konzentrierst Du Dich auf das Umfeld der katholischen Kirche? Fragst Dich, ob es mit der anachronistischen Sexualmoral, demZölibat oder den Machtstrukturen dieser INstitution zu tun hat?

Es gibt gute Gründe, warum „Ehrenmord“ kulturell konnotiert ist – oder ist Dir ein Fall bekannt, wo eine Deutsche von ihren Brüdern ermordet wurde, weil ihnen ihre Lebensweise nicht passte, weil sie die „Familienehre“ beschmutzen würde? Ich kenne zumindest keinen. Kann sein, dass es sie gibt, aber dann wohl nicht so häufig, dass es schon einen Begriff geprägt hätte.Gewalt gegen Frauen ist in jeder Gesellschaft ein Thema – keine Frage. Aber hier herauszuzoomen, anstatt sich auf die wesentlichen Merkmale dieser Taten zu konzentrieren ist vollkommen kontraproduktiv. Geradezu bezeichnend ist, dass auch die Innensenatorin Berlin von Die Linke,d as ganze lieber als Femizid laufen lassen möchte. Es ist die Weigerung anzuerkennen, dass man sich mit der Einreise einer großen Zahl vo Menschen aus schlichtweg moralisch rückständigen Ländern auch deren Probleme ins Land geholt hat.Also wird flux umgedeutet zu: Alle Männer sind das Problem. Anstatt. Diese Männer sind ein weit größeres Problem. Und das von Menschen, die sich sonst immer ihrer „differenzierten Sichtweise“ rühmen.