Liebe intersektionale Feministinnen

Im Mai 2019 trieb ich mich kurzfristig, also bis zu meiner Blockierung in einem Sammelbecken für Intersektionalisten, namentlich das Ze.tt-Feminismus-Facebookgruppe. Als es dann absehbar, weil schon mehrfach von „Topfans“ nach den Admins gerufen wurde, habe ich einen kleinen Abschiedsbrief verfasst.

„Ich habe viel gelernt. Aber nun ist es Zeit, dass ihr mich endlich rausschmeisst. Und wenn dieser Beitrag nicht genug ist, dann weiß ich auch nicht:

„Liebe Feministen,

leider wird diese Gruppe immer wieder von Menschinnen unterwandert, die anderer Meinung sind als die Hauptakteure. Diesen Umstand können wir nicht hinnehmen! Oft sind diese Menschinnen nicht einmal gegen den Feminismus oder für Rassismus, aber das darf für uns keine Rolle spielen.

Dieser Ort ist gedacht als ein Safe Space für alle, deren Argumente dem Normalsterblichen nicht einleuchten, da deren Gedankenwelt vom Patriarchat verdorben wurde.

Hier sollten wir uns nicht erklären müssen, sondern dürfen Basics wie „Rassismus ist eine Einbahnstraße“ & „Jeder Mann ist ein Sexist“ als gegebenen voraussetzen. Das ist keine Frage von Argumenten, sondern eine Frage der Wokeness!

Die intersektionelle Theorie kann nur funktionieren, wenn man hartnäckig alle Befunde, Studien und Beobachtungen, sowei die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens konsequent ignoriert!

Wie könnte es denn sonst sein, dass es Wissenschaftlern gelingt gefälschte Studien in Gender-Studies-Magazinen zu veröffentlichen?**

Immer bedenken: Wir greifen die Person an, die etwas sagt und nicht den Inhalt. Was „weiße Männer“ sagen ist dabei natürlcih sofort als nichtig zu betrachten, denn sie sind die Nutznieser des aktuellen Systems! Das wird Euch jeder Obdachlose und Geringverdiener bestätigen. Da spielt es auch keine Rolle, dass die Kanzlerin dieses Landes eine Frau ist, denn auch sie ist nur ein Büttel der ominösen Strukturen, die dieses Land wirklich regieren.

Denn diese Frau hat es, wie schon Maggie Thatcher, geschafft in das höchste Amt des Landes gewählt zu werden, ohne sich über die ihr feindlich gesonnen Strukturen zu echauffieren. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen! Nur wer sich permanent als Opfer fühlt darf sich bescheinigen eine wahre Feministin zu sein.

Das wird zugegebenermaßen immer schwieriger, da mit der rechtlichen Gleichstellung der Frau eigentlich schon das meiste erreicht ist. Aber davon dürfen wir uns nicht abhalten lassen! Es gibt noch so viel zu tun. Notfalls muss die Unterdrückung eben konstruiert werden!

»Wenn du deine Identität nur durch ein Feindbild aufrechterhalten kannst, dann ist deine Identität eine Krankheit.« Hrant Dink. Nehmen wir uns diese Worte zu Herzen. Zeigen wir,d ass wir immer noch ein Feindbild haben! Der einen oder anderen mag es vielleicht anfangs befremdlich erscheinen Menschen wieder nach Rasse, Geschlecht und sexueller Orientierung zu klassifizieren. Doch wir müssen dem Impuls widerstehen jeden Menschen gleich zu behandeln und jeder Meinung das gleiche Gewicht zuzuschreiben.

Wir müssen weißen cis-personen jegliche Empathie für die Belange schwarzer queer-personen absprechen.

Außer uns natürlich! Denn wir sind das Schild in der Dunkelheit, dass die armen PoC`s Minderheiten vor der Diskriminierung der weißen Wanderer schützt!

Doch dafür müssen wir die abscheulichen Wörter Sexismus, Rassismus erst einmal neu definieren. Im Namen des Rassismus wurden die schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen!

Machen wir uns dieses Wort zu eigen, erlangen wir die Deutungshoheit über diesen Begriff! Dies befähigt uns und nur uns zu entscheiden, wer diese Bezeichnung verdient! Doch selbst in einer Welt, in der jeder ein Rassist ist – ist es uns an Schmähung noch nicht genug! Denn wo es Mehrfachdiskriminierung gibt, da muss es auch Mehrfach-Diskriminierer geben!

Du hast gewisse Vorlieben, was das Aussehen Deiner Geschlechtspartnwer angeht? Fatshamer!

Du bevorzugst blonde Männer ? Rassist!

Du bist für Gleichberechtigung aber nicht für Gleichstellung? Sexist!

In diesem Sinne, liebe Mitstreiterinnen: Lasst uns diese Gruppe rein halten, denn Diversität mag zwar eine Stärke sein – die einzig wahre Stärke sogar – doch Diversität von Meinungen werden wir hier nicht dulden!!!

Nicht heute und auch nicht irgendwann!

Eure Aischa

**(Die angebliche Autorin Helen Wilson behauptete, knapp eintausend Stunden in drei Hundeparks in Portland, Oregon, verbracht und dabei zahllose gewalttätige Paarungsversuche bei Hunden beobachtet zu haben, wobei die Hundebesitzer bei homosexuellen Kopulationsversuchen weitaus häufiger eingeschritten seien als bei heterosexuellen. Das Resümee des Fake-Texts: Männern könne man wie Hunden Manieren antrainieren, um sexuellen Missbrauch zu verhindern. Der Fake-Artikel erschien tatsächlich im Fachblatt Gender, Place & Culture, einer anerkannten britischen Zeitschrift für feministische Geografie. Des weiteren hatten die Autoren einen Teil aus Hitlers „Mein Kampf“ übersetzt und das Wort Weltjudentum durch Patriarchat ersetzt. Auch dieser Artikel wurde veröffentlicht.)

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Scheinargumente zur Existenz Gottes im handlichen Format widerlegt.

Wenn man die ewig gleichen Scheinargumente zur Existenz Gottes in einem übersichtlichen Share-Pick aufführt, werden sie auch nicht besser. Ganz perfide isses, wenn man die dann nicht als“Argumente für Gott“ bezeichnet, sondern als „Argumente gegen Atheisten“, deren „Glauben“ sich ja in der Vorstellung des Autors nciht von religiösem GLauben unterscheidet, was weiter von der Wahrheit nicht weg sein könnte.

„Erstens Mal vorweg: Wer glaubt, dass irgendwelche Ziegenhirten in der Bronzezeit, die nicht wussten wo nachts die Sonne hingeht ein besseres Verständnis der Welt und des Universums hatten als wir, hat nicht verstanden wie Wissenschaft funktioniert.

Wer sagt „Zufall führt zu Präzision“ hat nicht verstanden, wie Evolution funktioniert. Sie ist nicht zufällig, sondern das Gegenteil davon.

Wer sagt Chaos erschuf Ordnung hat auf philosophischer ebene nicht verstanden, wie der menschliche Geist funktioniert, denn der findet die Ordnung nicht in der Welt vor, sondern bringt sie mit. Auf physikalsicher Ebene hat er nicht verstanden, was Entropie ist, weil er nur vom beschränkten menschlichen Verstand als einzigem Maßstab ausgeht.

Wer sagt „Nichts brachte alles hervor“ blendet nur die Frage aus, was vor Gott da und nimmt Gott dann als ewig gesetzt an. Und da sind die Atheisten redlicher, wenn sie zugeben es nicht zu wissen anstatt einfach nur zu behaupten, sie wüssten es, wie es religiöse Menschen tun. Diese Behauptung die ohne Beweise aufgestellt wird, kann auch ohne Gegenbeweise wieder verworfen werden (Siehe auch Beweislastumkehr).

Wer „Nicht-Leben führt zu leben“ als Argument für die Existenz eines Gottes anführt bedient sich lediglich eines rhetorischen Taschenspielertricks: Klar kann man die Ursache für die Entstehung des Lebens als „Göttlichen Funken“ beschreiben – halte ich aber für dämlich, da man damit eine Equivocation-Fallacy provoziert. Religiöse Menschen machen das jedoch oft absichtlich, damit sie dann aus diesem singulären Ereignis ihrem Gott noch eine Reihe weiterer lustiger Absichten und Tätigkeiten zuschreiben können, die in keinster Weise kausal mit diesem Ereignis verknüpft sind:Nur weil Leben entstehtfolgt daraus nichtt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, einen Gott der über Dich richtet, Gebete erhört werden, Heilige Schriften von diesem Gott diktiert wurden, sich Frauen verschleiern müssen, Wunder existieren, Selbstmordattentate befohlen werden – und was man diesem Gott eben noch so alles zuschreibt je nach persönlicher Einstellung und regionalen Gepflogenheiten.

Und zu guter letzt beweist man, dass man wenn man bei Atheisten von „glauben“ spricht nicht versteht wie Sprache funktioniert. Da hat „glauben“ nämlich zwei Bedeutungen (siehe die erwähnte Equivocation-Fallacy):

Glauben im Sinne der Atheisten bedeutet, dass ein Sachverhalt für scheinbar (hypothetisch) wahr oder WAHRSCHEINLICH gehalten wird. Darin unterscheidet sich dieser „Glauben“ im weiteren Sinne vom religiösen Glauben im engeren Sinne, indem der religiöse Glaube stets auf dem WILLEN zum Glauben beruht und die absolute Wahrheit ohne Prüfung der Plausibilität des Glaubensinhalts (z. B. der Existenz Gottes) unterstellt.“

Die Woken leugnen ihre Existenz

Zum Taz-Artikel „Auf Wiedervorlage“ vom 04.10.2022

boah, ja…die TAZ eben. Selbst Vorreiter und Vorkämpfer auf dem Gebiet leugnet natürlich dass das ganze ein Problem ist und betreibt das, was man im Internetdiskussionsslang Gaslighting nennt: Versucht einem vorzugaukeln, dass man die Welt einfach vollkommen falsch wahrnimmt.

Aber damit das Ganze nicht zu offensichtlich ist, bedient man sich erstmal der Übertreibungen „Winnetou wird verboten. „Layla“ landet auf dem Index.“ Nein. War natürlich nicht so. Hat auch niemand behauptet. Aber das ZDF will zukünftig keine Winnetou-Filme mehr ausstrahlen und Layla zu spielen wurde von verschiedenen Veranstaltern untersagt – beides auf Druck der Woke-Bubble hin.

„Der Ausgangspunkt jeglicher Debatten zum Thema ist das Aufbegehren marginalisierter Gruppen.“ Nun…in der Regel sind es nicht die marginalisierten Gruppen selbst, die da aufbegehren, sondern die Wokies, die sich ungefragt zu ihren Anwälte erklären. Oder haben die amerikanischen Ureinwohner die Debatte um Winnetou angestoßen? Ist nämlich ganz angenehm sich als Anwalt der Schwachen zu stilisieren. Wer dann noch etwas gegen Dich sagt, sagt ja eigentlich schon was gegen diese marginalisierten Gruppen, gegen die Schwachen. Und wer würde denn sowas tun? Nur schlechte Menschen.

„Weil heute jemand auf einer Uni an einem Vortrag gehindert wird, drohen uns morgen Zustände wie in Orwells 1984.“ Also erstens Mal: Sollten nicht gerade die Deutschen besonders wachsam sein, wenn aus totalitärer Ideologisierung heraus, die Meinungsfreiheit bedroht wird? Wehret den Anfängen und so? Ob der Autor das genau so entspannt sehen würde, wenn Rechtsradikale in den Universitäten Professoren an ihren Vorträgen hinderten? Wohl kaum. Außerdem sind das schon lange keine Ausnahmefälle mehr. In den USA und Kannada verlieren Akademiker ihre Professuren, wenn sie sich nicht dem woken Zeitgeist beugen. Jordan Peterson ist da nur das bekannteste Beispiel.

Selbstzuschreibung als Grundbedingung für Existenz


„Schließlich ist so gut wie niemand zu finden, der sich selbst als „politisch korrekt“ oder „woke“ deklarieren würde.“  Nur weil es eine Fremdzuschreibung ist, heisst es ja nicht, dass es die so bezeichneten Leute nicht gibt. Selbstzuschreibung als Grundbedingung für Existenz? Ich benenne mich, also bin ich? Die wenigsten Irren würden sich ja auch selbst als irre bezeichnen, die wenigsten Rassisten selbst als Rassisten. Die Vertreter dieser Ideologie, Personen, Parteien, Medienoutlets und Vereine kann man sehr wohl namentlich benennen. Nur sieht man sich dann wahrscheinlich sehr schnell dem Vorwurf ausgesetzt, man würde „Feindeslisten“ führen.

„Wenn die kritisierten „Ideologien“ so mächtig wären – warum nehmen sie dann keinen Einfluss auf die realpolitischen Machtverhältnisse?“ man muss schon krass blind sein, um nicht zu sehen, wo das bereits überall passiert. Man nehme den Kulturbetrieb – die Unterwanderung Hollywoods durch woke Aktivisten, die denken, sie wären künstlerisch begabt und ein Franchise nach dem anderen zerstören. Herr der Ringe mit „Rings Of Power“ ist da nur das jüngste Beispiel. Auch die Neuverfilmungen der Disney-Klassiker werden dem Diversitätszwang unterworfen. Die deutschen hinken mal wieder hinterher, aber auch der ÖRR (Überraschung) hat  angekündigt da mitzuziehen. Wohlwissend, dass dieses Konzept nicht aufgeht. Denn wer die politische Botschaft über eine gute Erzählung stellt, wem es wichtiger ist sein Publikum zu erziehen als zu unterhalten, wer vorsätzlich langjährige Fans provoziert und sie bei Kritik als Rassisten und Sexisten beschimpft – der liefert i.d.R. eben Mist ab, den keiner sehen will. Und es endet ja nicht bei den Kreativ-Teams. Es gibt mittlerweile Diversitätsregeln für die Oscars. Ja. Ein Film wie Schindlers Liste könnte heute keinen Oscar mehr gewinnen, weil der Cast/die Rollen zu weiß ist. Und ironischerweise Juden nach diesen Regeln nicht als Minderheit zählen. Aber klar – die haben eigentlich keinen Einfluss.

Ein Blick ins woke Deutschland

Oder blicken wir nach Deutschland – wie steht es denn da um das gendern – 75% der deutschen lehnen es ab. Aber das hält manche Parteien und vor allem den ÖRR nicht davon ab das Konzept weiter zu pushen. Das Selbstbestimmungsgesetz: Biologische Wirklichkeit, objektive Fakten werden Befindlichkeiten untergeordnet. Derweil empfiehlt das Familienministerium Pubertätsblocker für Kinder, die „sich noch nicht entscheiden wollen, ob sie Mann oder Frau werden“. Oder blicken wir in die akademische Welt: Auch in Deutschland sind die sogenannten Grievance-Studies auf dem Vormarsch. Forschung zum Schreckgespenst des „Strukturellen Rassismus“ mal eben mit ner Milliarde unterstützt. Und natürlich auhc hier: Gendern. Sonst droht in der Hausarbeit Punktabzug. Und dabei sprechen wir noch nicht mal über die durch Politische Korrektheit unterdrückten Debatten.

Das geschieht jetzt und sind nicht, wie der Autor behauptet „Schreckensbilder, die in die Zukunft verlagert werden.“ Aber da wir gerade davonreden: Wieviele der Befürchtungen sind denn wahr geworden? Was wurde denn aus de „rechtsradikalen“ Befürchtung, dass  1 Million Flüchtlinge in einem Jahr aufzunehmen keine gute Idee ist? Über die Warnungen, dass es sich eben nicht um Fachkräfte handelt, wie von den Medien propagiert, sondern dass enorme Kosten auf den deutschen Staat zukommen? Hat sich davon nicht vieles bewahrheitet?  

Aber was aktuell geschieht, sieht der Autor wohl nicht. Sonst würde er nicht behaupten, es wären Schreckgespenste. Und was soll das überhaupt für ein Argument sein „Die Debatte gibt  es seit 30 Jahren, die Argumente bleiben die gleichen“. Auch hier wird die Voreingenommenheit des Autors wieder allzu deutlich. Die Debatte gegen Rechtsradikale wird seit jeher mit den gleichen Argumenten geführt. Heisst das, dass diese Argumente schlecht sind? Oder bedeutet es viel mehr, dass das Problem leider nicht an Aktualität verliert und man ihm immer wieder aufs Neue begegnen muss? So ist es eben auch mit der Meinungsfreiheit. Sie ist nicht selbstverständlich, sondern muss immer wieder aufs neue verteidigt werden. Gegen Feinde aus beiden Lagern, lieber Autor.

Sehr geehrte Vizepräsidentin,

Die deutsche Migrationspolitik ist, egal wie man sie findet, ein europäischer Sonderweg. Aber als solcher wird er hierzulande nicht diskutiert. Wenn Deutschland das eine will, und andere europäische Länder wollen etwas anderes, dann weicht in dieser Logik nicht etwa Deutschland vom europäischen Weg ab, nein, die anderen Länder haben den richtigen europäischen Weg einfach noch nicht erkannt. Die verquere Hybris dieser Haltung sieht in Deutschland kaum jemand, im Ausland stößt sie dafür umso übler auf.

sehr geehrte Frau Katrin Göring-Eckardt,

Sie merken es offensichtlich nicht, deshalb sage ich es Ihnen jetzt: Ihr Verhalten spielt Putin in die Hände.

Putin versucht, was er auch schon im Sommer 2021 über Weißrussland versucht hat und immer noch versucht: Mit „Flüchtlingen“ aus Nahost Europa zu destabilisieren. Beinahe 1.000 Menschen versuchen immer noch monatlich diese Grenze zu überwinden.

Denn Putin weiß, diese Frage spaltet Europa, was in erster Linie am deutschen Sonderweg liegt. Des weiteren weiß Putin, dass diese Migranten hohes kriminelles Potential mitbringen und zusätzlich die Wirtschaftsleistung der Aufnahmeländer schwächen, da sie in der Regel eine Rundumversorgung benötigen. Putin weiß auch, dass es in Deutschland sehr viele Menschen gibt, die die weitere Aufnahme von Migranten aus dem Nahen Osten, die unter der Vorspiegelung der Asylsuche einreisen ablehnen, was wiederum zu Spannungen innerhalb Deutschlands führt. Putin weiß auch, dass diese Spannungen eine Stärkung der AfD begünstigen – eine der wenigen Parteien, die zumindest in Teilen noch zu Russland hält.

Ideologiebesoffen

Und jetzt kommen Sie ideologiebesoffen daher und kritisieren Polen für das Errichten eines Grenzzauns um die illegalen Grenzübertritte aus der russischen Enklave in Kaliningrad zu unterbinden, in das Russland Flüge mit Migranten aus Nahost und Nordafrika leitet.

Die „sich anbahnende humanitäre Katastrophe“ wurde/wird von Putin wissentlich herbeigeführt und wenn man jetzt nachgibt, wird sie niemals enden, sondern kann ewig ausgedehnt werden. Die Menschen die nach Kaliningrad fliegen sind nicht die Kinder mit den Kulleraugen in Flüchtlingslagern, die Deutschlands Hilfe benötigen, sondern relativ wohlhabende Bürger, überwiegend junge Männer, teils mit streng islamistisch geprägten Weltbildern.

Putin spekuliert auf Menschen wie Sie, die den Verstand ausschalten und in seine Falle tappen. In einem bewundernswerten intelektuellen Spagat loben Sie auch noch die polnischen Bemühungen um die ukrainischen Flüchtlinge. Aber dass es gute Gründe hat, warum Polen sich selbstlos um die echten Flüchtlinge aus der Ukraine kümmert, die Aufnahme von Menschen aus Nahost aber kategorisch ablehnt – das kommt ihnen so gar nicht in den Sinn?

„Wir sollten uns 2015 zum Vorbild nehmen!“

Ihre Fans beim Deutschlandfunk Kultur versuchten in einem Beitrag gestern die Migrationsdebatte schönzufärben: „Wir sollten uns 2015 zum Vorbild nehmen!“ Hierzu schrieb ich:

Grundsätzlich ist es richtig das Engagement der ehrenamtlichen zu würdigen. Die Willkommenskultur von damals – das sollte man in diesem Zusammenhang erwähnen – wurde eben auch stark durch die mediale Falschdarstellung der Geschehnisse und der Flüchtlinge verursacht. Von Familien und gut ausgebildeteten Fachkräften war da zu lesen. In der Realität waren es aber überwiegend junge Männer, in großen Teilen Analphabeten.

Diese mediale Falschdarstellung wurde auch in einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung analysiert.

Auch ich habe mich damals in der Flüchtlingshilfe engagiert – merkte aber sehr schnell, dass die mediale Darstellung und die Realität sich stark unterschieden. Viele Freunde sammelten spielzeuge und Kinderkleidung – wurde alles nciht gebraucht.

So musste sich die Öffentliche Meinung erst einmal von der Falschdarstellung emanzipieren – immer in Gefahr mit Rassisten und Nazis in einen Topf gesteckt zu werden. Denn Kritiker hatten es damals nicht leicht, obwohl sie in vielen Punkten recht behielten:

Die Integration in den Arbeitsmarkt verläuft noch immer mehr als schleppend: -„Fast zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt ganz oder teilweise von Hartz IV. (FAZ 2021). In der Kriminalstatistik sind Flüchtlinge noch immer massiv überrepräsentiert.

Und nun soll in einem geradezu reaktionären Schritt ein Schönfärbung der damaligen Ereignisse vollzogen werden?

Das zivilgesellschaftliche Engagement ist großartig – keine Frage – aber warum wurde es denn überhaupt notwendig? Weil die Regierung ohne die Folgen zu bedenken geltendes Recht (Dublin) ausser Kraft gesetzt hatte. Die fehlenden Mittel wurden vom privaten Engagement so gut es ging aufgefangen. Die negativen Folgen sind noch immer spürbar.

„Warum versuchen sogar Linke, die „Sorgen der Leute ernst zu nehmen“ fragt sich der Autor.

Man hat die Sorgen der Menschen 2015 eben gerade nicht ernst genommen: Die Folge war das Erstarken der AfD, die sich nun, leider nicht einmal unberechtigt auf die Fahnen schreiben konnten, dass sie die Sorgen um die Migration ernst nahmen und dass sie „unangenehme Wahrheiten“ aussprachen. Und die Leute sind eben nicht nur Rassisten. Das wird man auch merken, wenn „erst einmal genau hinzuschauen: was für Sorgen das sind, um welche Leute es sich handelt und um wie viele Leute?“

Die Menschen, die Zuwanderung aus islamisch geprägten Ländern ablehnen sind keineswegs eine Minderheit – auch wenn das gerne so dargeastellt wird. Und auch nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa. Selbst ehemals liberale Länder wie schweden und Dänemark schotten sich nun gegen weitere Einwanderung ab. Nur in Deutschland scheint man den Schuss noch immer nciht gehört zu haben.

Die deutsche Migrationspolitik ist, egal wie man sie findet, ein europäischer Sonderweg. Aber als solcher wird er hierzulande nicht diskutiert. Wenn Deutschland das eine will, und andere europäische Länder wollen etwas anderes, dann weicht in dieser Logik nicht etwa Deutschland vom europäischen Weg ab, nein, die anderen Länder haben den richtigen europäischen Weg einfach noch nicht erkannt. Die verquere Hybris dieser Haltung sieht in Deutschland kaum jemand, im Ausland stößt sie dafür umso übler auf.

Ludwigshafen, Groß Strömkendorf und immer wieder Flüchtlinge

23.10.2022

Dass ich zu den Morden an Leonie und Stefanie durch Flüchtlinge geschrieben habe ist gerade etwas mehr als ein Jahr her. „Es wird wieder passieren und es wird wieder nichts passieren„, schrieb ich damals.

Das Problem existiert nach wie vor, auch wenn andere Probleme es überlagern. Bei der Bekämpfung der willkürlichen Morde durch „Flüchtlinge“ gibt es im Westen nichts Neues: Man konzentriert sich auf Scheinprobleme wie „Strukturellen Rassismus“ über den gefühlt so viele Leute forschen, dass das Angebot an Rassismus die Nachfrage schon übersteigt. Aber Taten wie diese, die keine Seltenheit sind, die man nicht erst konstruieren muss: Zu Migrantenkriminalität traut sich scheinbar niemand zu forschen, dabei könnte es wirklich helfen.

Struktureller Rassismus – das ist doch nur ein Vorwand um nicht über das eigentliche Problem reden zu müssen. Aber Probleme verschwinden nicht, wenn man sie nicht angeht. Sie verschwinden nur um Verstärkung zu holen. Darüber hinaus bindet diese Verschleierung nicht nur Mittel, sondern auch Aufmerksamkeit, Journalisten, Wissenschaftler – die zur Lösung des Problems beitragen könnten. Das perfekte Symbol ist wie Nancy Faeser zum vermeintlich rechtsextremen Anschlag auf ein Heim für ukrainische Flüchtlinge pilgert – aber die Innenministerin kein Wort über diese grausame Tat verliert: Ein ermordeter Familienvater und sein Lehrling. Das sind die Deutschen, Frau Faeser. Falls sie es vergessen haben sollten.

Kein Vorwurf für den Besuch des Flüchtlingsheims. Ukrainer brauchen Schutz und Anschläge auf Flüchtlingsheime wecken böse Erinnerungen an das Deutschland der 90er Jahre und die Anschläge 2015/16. Aber wären denn ein paar Worte zu viel gewesen, zu diesem schrecklichen Ereignis? Ja. Wären sie wohl. Denn eigentlich weiß jeder wie groß das Problem ist. Und jeder weiß auch, dass es nicht angegangen wird. Dass sogar aktiv gegen Bemühungen der Exekutive vorgegangen wird.

Kampf gegen Rechts ist die (einzige) Priorität

Sie haben sich ja nicht zufällig den Kampf gegen Rechts auf die Fahnen geschrieben. Der ist nämlich schön unverfänglich. Da muss man sich keine Sorgen machen, dass man des Rassismus bezichtigt wird oder gar das weit schlimmere „Vertreten von AfD-Positionen“.

Und Sie haben auch nicht zufällig den Expertenkreis Politischer Islamismus abberufen aber die „Expert*innenkommission zu antimuslimischem Rassismus weiterbetrieben. Manche Leute sagen ja der SPD eine gewisse Nähe zu islamischen Verbänden nach. Ich würde niemals behaupten, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber muslimisch gelesenen Menschen kein Problem ist. Aber dass die Finanzierung vom verlängerten Arm Erdogans der Ditib – oder der aus Iran finanzierten und gesteuerten Moscheen in Deutschland eigentlich gar kein so großes Problem, da scheinen Sie sich ja überraschend sicher zu sein. Sicherer beispielsweise als Minister der Vereinigten Emirate, die ihre Moscheen video-überwachen und jeden Prediger kontrollieren – wer ihn bezahlt, was er sagen will. Da sagt einer sogar, dass der Westen geradezu blauäugig in dieser Hinsicht sei und denke es besser zu wissen als die Leute, die selbst Muslime sind und aus den arabischen Regionen stammen. Verrückt, oder?

Aber darüber machen Sie sich besser mal keine Gedanken.Jetzt merkeln Sie sich erst mal durch die Situation. Zwar nicht als Erste. Aber es tut dennoch jedes mal weh. Ihnen vielleicht auch ein bisschen? Wenn Sie Probleme wissentlich ignorieren? Man fragt sich ja schon, wie das so ist,in dem Wissen zu leben, dass man durchaus Maßnahmen ergreifen könnte, aber dies aus ideologischen Gründen nicht tut.

Ideologie statt Lösungen

Zwei Menschen sind gestorben. Ermordet. Auf bestialische Art. Auf offener Straße. Nach vielen, vielen ähnlichen Fällen in den letzten Jahren. Und es geschieht wieder: Nichts. Kennen Sie diesen Schimpf-Brief aus Harry Potter? Der immer schlimmer wird je länger man damit wartet ihn zu öffnen? Er liegt auf Ihrem Tisch.

Aber nee – die Ideologie steht mal wieder über der Lösungsorientierung. Als ich noch jünger war, dachte ich wirklich mal, das wäre vorbei.

Also wird das Problem wieder verschoben. Es wird gehofft, dass etwas anderes die öffentliche Aufmerksamkeit bindet und da gibt es ja wirklich genug Kandidaten zur Zeit. Bis es dann eben wieder passiert (ist schon wieder passiert). Dabei wäre es so einfach. Nach dem Tod von George Floyd und den rechtsradikalen Morden von Hanau, Halle und Kassel wurden ohne größere Fragen 1 Milliarde für den Kampf gegen Rechtsextremismus gewährt. Warum nicht eine ähnliche Geste gegen dieses Problem? Damit lassen sich gewiss nicht alle Probleme lösen. Aber es wäre vielleicht mal ein Anfang. Der erste Schritt zur Bewältigung eines Problems ist, dieses als solches zu erkennen. Darüber hinaus wäre es auch ein Signal an die Mehrheitsbevölkerung, dass man sie nicht vergessen hat. Denn dieses Gefühl haben die Menschen in letzter Zeit seltsamerweise immer wieder. Manche werden Sie dafür versuchen zu brandmarken: Rassismus! AfD-Positionen! Und so weiter.

Aber viel mehr werden es wertschätzen. Die Lautesten sind nicht immer die meisten..und auch nicht immer die Klügsten.

„Vielleicht nicht wütend genug“ – zum Tod zweier Mädchen

08.07.2021

Es gefällt mir nicht, wenn man Gewalttaten instrumentalisiert. Wenn man mit den Fotos und Geschichten der Opfer versucht an die Empathie, nicht aber an die Rationalität zu appellieren. Der Personenkult um Georg Floyd im letzten Jahr hat diese Bedenken gewiss noch einmal gefestigt. Empathie bedeutet, dass man die Gefühle des anderen nicht nur rational begreifen kann, man empfindet den Schmerz, als wäre es der eigene. „Mitleid“ ist eines der zentralen Themen Schopenhauers Philosophie.

Empathie ist wichtig, sie ermöglicht uns harmonisches Zusammenleben. Aber sie kann auch instrumentalisiert werden. Sie dient auch der Emotionalisierung einer Diskussion, die eigentlich sachlich geführt werden sollte. „Was würdest Du tun, wenn Du in seiner Situation wärest?“ – Damit kann man so ziemlich jeder gesellschaftlichen Frage begegnen – zur Lösung des Problems wird sie allerdings nicht beitragen.

Deshalb versuche ich mich grundsätzlich von Artikeln fernzuhalten, die überwiegend auf die emotionale Vereinnahmung des Lesers abzielen. Ich weiß um die abscheuliche Gewalt, die sich Menschen gegenseitig antun und muss mich deshalb nicht mit jedem Fall einzeln beschäftigen, um die Abgründe des menschlichen Seins besser zu verstehen. Mir reicht es zu wissen, dass Menschen zu allen Grausamkeiten im Stande sind, die ich mir ausmalen kann und sogar Schlimmeres.

„Männer“

Dann habe ich gestern das kaltschnäuzige und schlichtweg abstoßende Video von Sarah Bosetti zum Anschlag in Würzburg gesehen. Um Mitgefühl für die Opfer oder deren Hinterblieben geht es nicht. Stattdessen wird perfide versucht den Fokus unseres Mitgefühls auf die „Flüchtlinge“ zu lenken. Die Frauenfeindlichkeit, die hinter diesen Taten steht findet mit keinem Wort Erwähnung. Sie sei allenfalls ein Problem aller Männer. Nein, Sarah. Solche Taten werden nicht von „Männern“ begangen, sondern von Unmenschen. Und dass beide Taten von mehrfach vorbestraften, abgelehnten Asylbewerbern begangen wurden ist kein Zufall. Aber wer dieses Muster erkennt, der gilt ja schon als Rassist.

In Wien wurde die dreizehnjährige Leonie mit Ecstasy und Heroin vollgepumpt, von mehreren Männern brutal vergewaltigt, getötet, in einen Teppich gewickelt und wie Abfall am Straßenrand entsorgt.

In Würzburg war die 24-jährige Stefanie dabei, ein Geschenk und ein Kleid für die Hochzeit ihrer Freundin zu kaufen, bevor mehrmals auf sie eingestochen wurde und ihr das Leben genommen wurde. Eine Mutter wirft sich schützend vor ihr Kind.

Erst als ich mir diese Details vor Augen geführt habe, wurden die Taten real, sie waren nicht nur eine Zahl in einer Statistik mit denen ich mich wohl zu häufig beschäftige – und damit ein Stück weit auch das reale Leid ausblende.

Vielleicht bin ich, vielleicht sind wir nicht wütend genug. Ich spreche nicht von Wut auf „Flüchtlinge“. Anzumahnen, man dürfe nicht verallgemeinern wird ja geradezu gebetsmühlenartig vorgebracht, dabei glaubt kein vernünftiger Mensch, dass alle „Flüchtlinge“ Verbrecher sind. Aber diese Taten sind nur die Spitze des Eisbergs. Diese Männer hatten kein Recht hier zu sein. Sie hätten schon lange ausgewiesen werden sollen. Wie viele Verbrechen hätten verhindert werden können, hätte man die Täter ausgewiesen?

Es wird wieder passieren und es wird wieder nichts passieren. Und vielleicht liegt es auch daran, dass zu wenige Menschen ihrer Wut Gehör verschaffen.

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Immer wieder Somalia – zum Machetenmord an 2 Männern in Ludwigshafen

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Der Islam hat nichts mit dem Islam zu tun

30.09.2022 Man liest ja viel bei dem man den Kopf schütteln, manchmal auch ein bisschen den Brechreiz unterdrücken muss, aber manches lässt einen dann doch fassungslos zurück. So wie die Aussage von Misses „Feministische Aussenpolitik“ Baerbock: Eine Frau im Namen einer Religion zu Tode zu prügeln, hat nichts mit dieser Religion zu tun.

Scheinbar hat sich die ehemalige Trampolinspringerin ihre Fertigkeiten in Akrobatik bewahrt.

Die Hexenverbrennung hat nichts mit dem Christentum zu tun. Die Menschenopfer haben nichts mit dem Sonnenkult der Maya zu tun.

„Hat nichts mit dem Islam zu tun“ benutze ich nur noch ironisch. So durchschaubar und billig ist diese Argumentation. Manche geben sich wenigstens die Mühe es als Kein-Wahrer-Schotte-Scheinargument zu formulieren:

Das ist nicht der „wahre“ Islam.

Eine Aussage über eine Gruppe wird gegen ein Gegenbeispiel immunisiert wird, indem es dieses nachträglich als „atypisch“ oder uneigentlichen Vertreter aus der Gruppe ausschließt, sodass es die behauptete Regel, die nur „wahre“ Vertreter diese Gruppe beträfe, nicht widerlege. Diese Form der Argumentation führt zu einem Trugschluss, da die Menge, die in der Voraussetzung zugrunde gelegt wurde (Anhänger des Islam), in der Schlussfolgerung ( „wahre“ Anhänger des Islam) als Telmenge neu definiert wird. Dabei wird ausgenutzt, dassman sich im Vorfeld nicht auf eine eindeutige Definition (des Islam) geeinigt haben. Das führt zu dem Trugschluss, dass das angebrachte Gegenbeispiel nur scheinbar oder „uneigentlich“ unter den Subjektbegriff falle.

Insbesondere Vertreter von Religionen begehen diesen Trugschluss, indem sie sagen, dass kein „wahrer“ Angehöriger ihrer Religion etwas Bestimmtes tun würde.

Man kann es nun für einen welthistorischen Zufall halten, dass gerade in den genuin islamischen Ländern so schlecht um die Rechte der Frauen bestellt ist. Doch dass der Islam mit den Menschenrechten unvereinbar ist, wird wohl nirgends so deutlich wie in der Kairoer Erklärung, wo man genau dieses Kunststück versucht hat.

Die Kairoer Erklärung

Das Ergebnis ist ein schlechter Witz: Die Kairoer Erklärung orientiert sich zwar an der Allg. Erklärung der Menschenrechte, versieht aber jeden zweiten Satz mit „es sei denn die Sharia sagt was anderes.“

Artikel 5 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte befasst sich mit der Ehe, dem Recht auf Heirat für Frauen und Männer, und der Verpflichtung des Staates zum Schutz der Ehe. Anders als beispielsweise in Artikel 1, in dem die Menschenwürde unabhängig von „Rasse, Hautfarbe, Sprache, Geschlecht, Religion, politischer Einstellung, sozialem Status oder anderen Gründen“ garantiert wird, gilt das Recht auf Heirat im Artikel 5 aber nur unabhängig von „Einschränkungen aufgrund der Rasse, Hautfarbe oder Nationalität“.

Frauen sind im Islam Bürger zweiter Klasse. Es ist eine Schande, dass Frau Baerbock das nicht aussprechen will – wahrscheinlich fehlgeleitet von falsch verstandener Toleranz nimmt sie den Islam in Schutz und fällt damit den tapferen Frauen im Iran in den Rücken.
Frauen sind im Islam Bürger zweiter Klasse. Es ist eine Schande, dass Frau Baerbock das nicht aussprechen will – wahrscheinlich fehlgeleitet von falsch verstandener Toleranz nimmt sie den Islam in Schutz und fällt damit den tapferen Frauen im Iran in den Rücken.

Feministisch ist das sicher nicht.

Ein Nebelschweif am Horizont: Kim de l’Horizon und der Deutsche Buchpreis

Grundsätzlich isses mir herzlich egal als was Kim de l’Horizon sich identifiziert. Aber da die Kulturamagzine ihn ja geradezuals Pionier feiern, frage ihc mich doch: Was genau feiern die denn da?

Sorry, aber ist nonbinär denn jetzt wirklich etwas besonderes? Was Neues? Gab es jahrhundertelang Gesetze gegen Nonbinäre, haben sie sich letztendlich von dieser Unterdrückung befreien können und traten aus dem Schatten halbseidener Nachtclubs und Parks ins Licht der Öffentlichkeit? Ja, Homosexuelle haben das getan. Und das ist feiernswert. Aber warum man jetzt die Nonbinären als die nächsten großen Selbstbefreier feiern sollte, erschließt sich mir nicht. Sind sie denn nicht Teil der LGBT-Community? Oder erfinden wir jetzt alle 5 Jahre ein neues Label, damit sich die Leute aufs Neue mit den Errungenschaften brüsten können als wäre wieder 1994? Kim wurde bereits in eine weitgehend befreite Welt hineingeboren. Er steht allenfalls auf den Schultern derer, die etwas für die Freiheit riskierten, die er seit Geburt genießt.

Vielleicht liegt auch gerade darin das Problem – das es kaum noch etwas gibt, was Kim erstreiten müsste. Statt dessen wird sein homo-pornesker Roman mit dem Buchpreis ausgezeichnet. So überrascht auch nicht die „Solidaritätsbekundung“ mit den Protesten im Iran. Schön das Fähnchen im Wind. Wäre gerade Inifada hätte er sich wahrscheinlich via „Queers For Palestine“ mit islamistischen Homophoben solidarisiert.

Ein Nonkormist von der Stange

Nonbinarität ist ein eigens kreiertes Label von Leuten, die vorgeben Label überwinden zu wollen in dem sie Geschlechterrollen ironischerweise möglichst eng auslegen, um sie dann als überwunden zu erklären. Es reicht heute eben einfach nicht mehr bi oder gay zu sein. Das ist ja akzeptiert und schon wieder Mainstream.

Wäre er einfach nur wie er ist, dann würde ich denken: Schick, endlich mal wieder ein wenig Exzentrik im Literaturbetrieb. Aber weil er eben mit diesem gehypden Nonkonformistenlabel „nonbinär“ das ganze garnieren muss, denke ich: Meh. Muss man jetzt im 5-Jahresrythmus neue Selbstzuschreibungen erfinden um wieder als nonkonform zu gelten?

Das Label wird sodann auch von den Feullietons aufgegriffen als wäre es wirklich etwas besonderes anstatt das was ich oben schon beschrieben habe: Eine Selbstzuschreibung, die es nur gibt, weil anders nicht mehr anders genug ist.

DIE ANGST DES KRITIKERS VOR DER EMPATHIELOSIGKEIT

Sagen wir es rundheraus: kein Jurymitglied und kein Radiokritiker hätte sich so lobhudelnd über das Buch sowie die Dankes-Performance von Kim de l’Horizon geäußert, hätte er nicht eine „andere Identität“ als diese.

Jeder Maßstab an Menschen, von denen man gleiches erwartet wie von sich selbst, wird bei K.d.l’H. plötzlich abgelegt. Ein süchtiger Hedonistenhipster, der billige Aktionen nachmacht und, weil er nicht reden will, auf der Bühne einen Popsong singt (und das auch noch schlecht) – kein Kritiker hätte sich der Fremdscham dieser Nummer erwehren können, wäre, ja, wäre, Kim de l’Horizon einer von ihnen. Einer von den „normalen“ Menschen, die man bewertet wie man eben seine Mitmenschen bewertet.

Der Grund, warum die Fremdscham nicht wahrgenommen werden will, liegt darin, dass man einer Person mit „anderer“ Identität andere Wahrnehmung und andere Weisheit attestiert – und sich selbst attestiert, diese eben nicht zu besitzen. K.d.l’H. darf das tun, was an jedem anderen peinlich ist, weil „wir“ ihn/sie/es eben nicht verstehen können. Weil wir nicht in ihm/ihr drinstecken.

Und das wiederum: die eigene Unwissenheit, das eigene vermeintliche Unvermögen, die Welt aus dem Blickwinkel einer Person wahrzunehmen, die sich so ganz sichtbar von dem eigenen zu unterscheiden vorgibt – das darf auf keinen Fall ans Licht kommen.

EMPATHIE ist der Orden, den sich heute auch Kritiker anstecken möchten.

[Danke an meine liebe Freundin Judith KD, die einige Passagen beigesteuert hat]

Offener Brief an Ismail Tipi bezüglich des Messerangriffs eines Somaliers in Ludwigshafen mit 2 Toten


Ermittlungen in alle Richtungen„. Herr Tipi, ich schätze Sie als klugen Menschen, der sich auch nicht scheut den Finger oft in wichtige Wunden zu legen. Anderseits verstehe ich, dass Ihr Beruf sie hin und wieder zwingt keine voreiligen Schlüsse ziehen zu wollen.

Danach sei er ausgerastet und habe ‚Allahu akbar‘ gerufen. Ich hoffe, dass sich kein radikalislamistischer Hintergrund ergibt.“

Natürlich ist es wichtig auch hier besonnen zu reagieren, aber…ich halte Sie auch für klug genug um die Zusammenhänge zwischen dem islamischen Ausruf und der Tat herzustellen.

Das ist bei Weitem nicht der erste Fall dieser Art und es wird auch nicht der letzte gewesen sein. Und wir wissen wie derartige Fälle medial wie auch juristisch gehandhabt wurden: Es endet in vielen Fällen mit Schuldunfähigkeit, mit einem Attest über eine psychische Störung. Das hat auch eine gewisse Berechtigung, denn nach den Maßstäben der europäischen Gesellschaften hat wohl jeder, der in Somalia zwischen Bürgerkrieg, Hungernot und religiösem Extremismus aufwächst eine psychische Störung. Aber es wäre naiv, es bei diesem bequemen Urteil bewenden zu lassen.

Auf einer ganz fundamentalen Ebene ist es die Unfähigkeit, Differenzen, die ansonsten so gern beschworen werden, anzuerkennen, die im Zentrum dieser selbstverordneten Schwäche besteht.

Nietzsches Figur des „letzten Menschen“ paraphrasierend, schreibt Rolf Peter Sieferle:

„Die letzten Menschen werden erstaunt sein, wie viele Alltagskonflikte plötzlich mit ungewohnter Gewalt ausgetragen werden, mit dem Messer, mit einer Machete oder einer Schusswaffe. Wie werden Sie reagieren? Sie werden die Verunsicherung in innere Konfliktlinien transformieren, sie werden in den eigenen Reihen Feinde identifizieren, die leicht zu bekämpfen sind, da sie aus dem gleichen Holz geschnitzt sind wie sie selbst.“

Diese Transformation sehen wir im Kampf gegen „antimuslimischen Rassismus“, der die Beleuchtung der tatsächlichen Hintergründe dieser Taten zu verschleiern sucht. Anstatt die tatsächlichen Probleme anzugehen. Probleme die Menschenleben kosten. Es werden Nebelkerzen gezündet und Scheingefechte gefochten, die zur Lösung des Problems nichts beitragen – im Gegenteil. Neben der Verschleierung des Tatsächlichen binden sie Ressourcen und Aufmerksamkeit.

Und viele Menschen sehen das. Dennoch wird „die Politik“, diese Verallgemeinerung sei mir gestattet, nicht müde immer wieder auf die unverfängliche Methodik der inneren Konfliktlinien zurückzugreifen.

Bitte tun Sie etwas dagegen. Bleiben Sie unbequem. Zurückhaltung gibt es schon genug.

Neorassismus – Versuch einer Begriffsbestimmung

Zunächst ist der Begriff von der Verwendung „Rassismus ohne Rassen“ nach Étienne Balibar und Stuart Hall abzugrenzen. Da sich bereits die Begrifflichkeit „Kulturrassismus“ bzw. „Kultureller Rassismus“ durchgesetzt hat. Des weiteren stellt „Kulturrassismus“ eine VErwässerung des Rassismusbegriffes da.

Die Verwässerung des Rassismusbegriffes

In dem man den Rassismusbegriff auf Kultur oder Religion (antimuslimischer Rassismus) ausweitet, widerspricht dies der Kernbedeutung von Rassismus: Die Ablehnung (imweitesten Sinne) eines Menschen bzw. einer Gruppe von Menschen aufgrund eines unveräußerlichen biologischen Merkmals, gewöhnlich dessen, was man im englischen immer noch Race nennt, im Deutschen aber aufgrund der historischen Belastung des Begriffs in der Regel mit Ethnie oder phenotypische Merkmale umschrieben wird.

Dieses Phänomen unterscheidet sich fundamental vom bereits erwähnten „Kulturrassismus“. Denn eine Kultur ist eben mehr als ein reines äußerliches Merkmal. Mit der Kutlur geht ein Wertesystem, bestimmte Gepflogenheiten, Religion usw. einher, wie sie bspw. den World Value Survey zu finden sind.

Kulturen sind verschieden

Festzustellen, dass manche Kulturen mehr und manche weniger kompatibel sind, sollte nicht sprachlich mit der Verachtung von Menschen aufgrund biologischer Merkmale gleichgesetzt werden . Franzosen und Deutsche haben nun mal mehr gemeinsam als Deutsche und Nigerianer. Das heißt natürlcih nicht, dass man deshalb überhuapt nicht miteinander klarkommen kann oder dass die einen höherwertig sind oder was auch immer. Es ist keine Wertung, sondern eine reine Betrachtung.

Wohingegen echter, also klassischer Rassismus jeglicher Logik widerspricht. Denn für das Zusammenleben ist, wie Martin Luther King Jr. sagt der Charakter entscheidend und nciht die Hautfarbe.

Die Renaissance des Rassismus

Um so irritierender ist es, dass eine neue Form des Hautfarbenbewusstseins wieder salonfähig wird. Menschen werden von selbsternannten Antirassisten, Vertretern der Critical Race Theory, Teilen der Vertreter des intersektionalen Rassismus wieder anhand der Hautfarbe in Kollektive eingeteilt. Darüber hinaus werden diesen Kollektiven („Rassen“) nicht nur gewisse Eigenschaften zugeschrieben, sondern auch nach marxistischem Prinzip kategorisch in Täter und Opfer eingeteilt. So wird weißen Menschen ein inhärenter Rassismus unerstellt so wie das bewusste oder unbewusste Mitwirken an einem weltweiten Unterdrückungssystems, das auf geradezu magische Weise steht die angehörigen der eigenen Ethnie bevorzugt. Die Ähnlichkeit zur antisemitischen Verschwörungstheorie des Weltjudentums ist hierbei offensichtlich. Aus der vermeintlichen Präsenz allgegenwärtiger Privilegien wird der Anspruch einer Ungleichbehandlung von Menschen anhand ihrer Rasse abgeleitet: Stipendien ausschliesslich für Schwarze, Quoten für Menschen mit Migrationshintergrund die bei geringerer oder gleicher Eignung den Vorzug erhalten.

Das ist Rassismus. „Rassismus ist eine Ideologie, nach der Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale oder negativer Fremdzuschreibungen, die übertrieben, naturalisiert oder stereotypisiert werden, als „Rasse“, „Volk“ oder „Ethniekategorisiert und ausgegrenzt werden.

Paradoxerweise geschieht dies im Namen des Antirassismus. Anstatt den Rassismus überwinden zu wollen bedient man sich weiterhin rassistischer Narrative. Es entsteht sogar der Eindruck, dass Rassismus nicht per se etwas schlechtes wäre, sondern dass man ihn eben nur gerne umkehren würde.

Der Rassismus erlebt eine Renaissance und man sollte ihn als das benennen was er ist: Neorassismus.