Umbenennen, umdeuten, relativieren – Berlins Umgang mit kriminellen Zuwanderern

(veröffentlicht 02.02.2022)
Umbenennen, umdeuten, relativieren – alles beliebte Mittel um auf ein Problem zu reagieren, für dass man laut Aussage von Berlins Sozial- und Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) keine Lösung hat.

Wer Probleme nicht benennt, wird sie nicht lösen. „Partyszene“, „eventorientierte Jugendliche“ und nun „Femizid“. Hinzu kommt, dass man Menschen, die seit Jahren auf diese Probleme aufmerksam machen als Rassisten diffamiert und dass man mehr Geld in die Erforschung von Hirngespinsten wie „strukturellem Rassismus“ investiert als in die Beleuchtung von Migrantenkriminalität.

Ich bin in diesem Zusammenhang noch einmal die Zahlen zur Zuwandererkriminalität durchgegangen:Es gab eine Zunahme von Sexualstraftaten, aber diese ist erst Mal mit Vorsicht zu genießen, da es durch eine Gesetzesänderung im Jahr 2016 (im Aftermath von Silvester in Köln) kam. „kleinere Sexualdelikte“ wie angrabschen usw. wurden bis dato über den Beleidigungsparagrphen geahndet, durch die Gesetzesänderung fielen mehr Straftaten unter Sexualstraftaten als zuvor.Eine weitere Schwierigkeit ist, dass die Straftaten in D seit Jahren rückläufig sind. Die Gruppe der Zuwanderer aka. Flüchjtlinge stellen nciht einmal 2% an der Gesamtbevölkerung, was bedeutet, dass sich selbst eine starke Überrepräsentation dieser Gruppe nur bedingt auf die Gesamtzahlen auswirkt.Dennoch lässt sich, laut ARD Faktenfinder bei Gewalttaten seit 2015 erstmals wieder ein Anstieg verzeichnen, der eindeutig im Bezug zur Aufnahme von „Flüchtlingen“ steht.“So stiegen die versuchten und vollendeten Straftaten gegen das Leben, also Mord, Totschlag, Körperverletzung mit Todesfolge usw. von 2015 bis 2017 von 2721 auf 2971. Gleichzeitig stieg die Zahl der Taten mit Beteiligung von Zuwanderern von 233 auf 447.“Der Anteil an den Gesamtstraftaten (ausländerrechtliche Verstöße ausgenommen) liegt bei den Zuwanderern bei 13% bei unter 2% Bevölkerungsanteil.

„Bei den sogenannten Rohheitsdelikten (Körperverletzung, Raub, Freiheitsberaubung, Kidnapping, Nötigung und Bedrohung etc.) zeigt sich ein ähnliches Bild: Von 2015 auf 2016 kam es zu einem sprunghaften Anstieg von 664.065 auf 708.682 Delikte, wobei sich die Fälle mit Beteiligung von Zuwanderern von 35.723 auf 69.035 fast verdoppelte.““Dennoch verdoppelte sich der Anteil der Taten (Sexualstraftaten) unter Beteiligung von Zuwanderern bereits 2015 bis 2016 von 1683 auf 3404. Die Gesamtzahl stieg in diesem Zeitraum lediglich von 36.532 auf 37.442, womit dieser Anstieg rein rechnerisch vollständig auf die Gruppe tatverdächtiger Zuwanderer zurückzuführen sein könnte.“Und bevor die Relativierung über die Demographie kommt: Da musste selsbt der Faktenfinder der Tagesschau mittlerweile zugeben, dass es daran nicht liegt. Zitat: „Die Unterschiede der Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) sind so groß, dass kleinere Abweichungen […] sie nicht eliminieren würden. Die Hypothese, dass Zuwanderer im gleichen Umfang wie gleichaltrige deutsche Männer Sexualtaten begehen, ist zurückzuweisen.“ Was auch niemanden verwundern dürfte, der nur geringe Kenntnisse von Soziologie hat.Aktuell werden jeden Tag zwei Gruppenvergewaltigungen in Deutschland verübt.

Die Demographie der Täter dürfte sich nciht sehr geändert haben – Afgahnen, Syrer und andere Zuwanderergruppen sind immer noch stark überrepräsentiert.aber die PKS wurde deutlich unübersichtlicher und der Schlüssel für „Überfallartige Gruppenvergewaltigungen“ ist komplett aus der PKS verschwunden, wird nun unter Sexualstraftaten zusammengefasst.Des weiteremn gebe ich zu bedenken, dass viele Opfer der Verbrechen durch Zuwanderer aka Flüchtlinge selbst Flüchtlinge sind. Die Dunkelziffer bei Sexualstraftaten ist ohnehin schon sehr hoch, aber gerade unter Flüchtlingen dürfte sie aufgrund religiöser und sozialer Prägung, fehlendem UNrechtsbewusstsein und mangelndem Vertrauen in den Rechtsstaat noch höher sein als bei der deutschen Bevölkerung.Hinzu kommen Fälle wie der der Linken-POlitikerin Selin Gören, die eine Vergewaltigung durch Flüchtlinge nicht angezeiigt hat, weil sie „kein Wasser auf die Mühlen der Rechten geben“wollte. Sie hatte statt dessen behauptet, sie wäre von Deutschen ausgeraubt worden.

Sind diese Zahlen, diese Umstände denn den Leuten nciht bekannt? Oder verwschließen sie einfach nur ganz fest die Augen.Ich hasse dieses fadenscheinige Argument. Eine billige Umbenennung, die überhaupt keinen Erkenntnisgewinn bringt, sondern die wahren Ursachen verschleiern möchte – in der Regel vorgetragen von Kulturrelativisten, die keine Unterscheidung in der patriarchalen Ausprägung von Gesellschaften zu machen in der Lage sind.Wenn über Missbrauchsfälle in der katjholischen Kirche berichtet wird – stellst Du Dich dann acuh hin und sagt: ja, aber in erster Linie sind die Täter Männer. Suchst Du dann auch nach den Tätern in Schwulenbars und Fußballstadien, weil sich da besonders viele Männer aufhalten – oder konzentrierst Du Dich auf das Umfeld der katholischen Kirche? Fragst Dich, ob es mit der anachronistischen Sexualmoral, demZölibat oder den Machtstrukturen dieser INstitution zu tun hat?

Es gibt gute Gründe, warum „Ehrenmord“ kulturell konnotiert ist – oder ist Dir ein Fall bekannt, wo eine Deutsche von ihren Brüdern ermordet wurde, weil ihnen ihre Lebensweise nicht passte, weil sie die „Familienehre“ beschmutzen würde? Ich kenne zumindest keinen. Kann sein, dass es sie gibt, aber dann wohl nicht so häufig, dass es schon einen Begriff geprägt hätte.Gewalt gegen Frauen ist in jeder Gesellschaft ein Thema – keine Frage. Aber hier herauszuzoomen, anstatt sich auf die wesentlichen Merkmale dieser Taten zu konzentrieren ist vollkommen kontraproduktiv. Geradezu bezeichnend ist, dass auch die Innensenatorin Berlin von Die Linke,d as ganze lieber als Femizid laufen lassen möchte. Es ist die Weigerung anzuerkennen, dass man sich mit der Einreise einer großen Zahl vo Menschen aus schlichtweg moralisch rückständigen Ländern auch deren Probleme ins Land geholt hat.Also wird flux umgedeutet zu: Alle Männer sind das Problem. Anstatt. Diese Männer sind ein weit größeres Problem. Und das von Menschen, die sich sonst immer ihrer „differenzierten Sichtweise“ rühmen.

Ibram X. Kendi`s selfburn

Der amerikanische „Rassismusforscher“ Ibram X. Kendi, Posterboy der Critical Race Theory hat einen seiner Tweets gelöscht, nachdem er festgestellt hat, dass er damit seine ganze Theorie vom strukturellen Rassismus in den USA in Frage stellt. Kendi beschwerte sich darüber, dass viele Weiße bei der Bewerbung an Universitäten sich als Schwarze/PoC ausgeben, weil dies die Chancen auf einen Studienplatz erhöht. Von einem „Weißen Privileg“ kann also hier keine Rede sein.Auch beim Eignungstest SAT gelten in den USA je nach „Rasse“ unterschiedliche Kriterien. So müssen asiatische Studenten im Schnitt 140 Punkte mehr als Weiße und 450 Punkte mehr als Schwarze erreichen um die gleiche Chance auf einen Studienplatz zu bekommen.(„According to research from Princeton University, students who identify as Asian must score, on average, 140 points higher on the SAT (out of 1600) than white students to have the same chance of admission to private colleges. They must score 450 points higher on the SAT than black students.“) Anhänger der schlichtweg rassistischen Critical Race Theory drängen auch in Deutschland immer mehr in die Öffentlichkeit. Sobald jemand anfängt von der „weißen Mehrheitsgesellschaft“ zu sprechen, sollte man hellhörig werden. Der Gleichbehandlungsgrundsatz ist ein Pfeiler der Demokratie und darf nicht durch pseudowissenschaftliche Theorien unterwandert werden.

(veröffentlicht 05.11.2021)

Männer waren Jäger, Frauen NUR Sammler – Rezension Tagesspiegelartikel vom 15.12.2021

Ausnahmsweise mal ein Exkurs in die Geschichte – ist ja meine eigentliche Profession, wobei Ur- und Frühgeschichte nicht Teil des Studiums sind.Das vom Tagesspiegel extra eingefügte „nur“ ist wunderbares Abziehbild linker Strohmannscher Argumentationsstrategie – und zwar in beiden möglichen Bedeutungen des Wortes „nur“.

Bedeutung 1: nur = ausschließlich:

Niemand hat jemals behauptet, dass keine Frau in der Steinzeit auch mal gejagt hat. So wie übrigens auch niemand behauptet hat, dass Männer nie sammelten. Die Unterstellung der, der Tendenzen und Muster erkennt und benennt, würde Menschen auf diese Einteilung reduzieren und konsequent behaupten „ALLE sind so!“, ist eine typische Unterstellung, ein Strohmann, mit dessen sehr leichter Bekämpfung man glaubt, die Argumentation gewonnen zu haben.

Bedeutung 2: nur = weniger wert.

Niemand hat jemals behauptet, das Sammlertum sei eine dem Jägertum untergeordnete Tätigkeit. Sammeln ist genauso wichtig wie jagen, und durch die TENDENZIELLE Aufgabenverteilung haben beide Geschlechter seit jeher zum bestmöglichen Überleben beigetragen. – Die Unterstellung, der, der Tendenzen und Muster erkennt, würde die Arbeit von Gesellschaftsgruppen mit dieser Einteilung abwerten, ist eine typische Unterstellung, ein Strohmann, mit dessen sehr leichter Bekämpfung man glaubt, die Argumentation gewonnen zu haben. Schlimmer noch: Sie schlägt in die gleiche Kerbe wie: Ach – Du bist „nur“ Mutter? Als wäre es Frevel an der gleichberechtigten Gesellschaft, dass eine das Muttersein erfüllen kann. F. Engels, der neben seinen sozialistischen Umtrieben auch ein bemerkenswerter Historiker war, führt in seinem brillianten Buch „Die Entstehung der Familie des Privateigentums und des Staates“ aus, dass zum Zeitpunkt der „Jäger und Sammler“ die soziale Macht höchstwahrscheinlich komplett bei den Frauen lag, da diese sich um die Vorratshaltung kümmerten und die Männer ohnehin ständig auf der Jagd starben. Hinzu kommt, dass die Menschen noch in Gruppenehe lebten, es also keine Einzelnen Paar sondern jeder jedes Geschwister und Partner zugleich.

Zu Zeiten Engels gab es Völker, die noch immer in dieser Gesellschaftsform lebten. Durch Adam und Eva bekommt man den Eindruck vermittelt, die Einzelehe wäre der Urzustand. Isser aber nicht. Die Nachkommen können nur der Mutter genau zugeordnet werden, was zu weiterer Konzentration der Macht bei Frauen führt – wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von „Macht“ sprechen sollte – letztendlich ist es organisiserte Kooperation, was die „FeministinX“ mit ihrer Kampfesideologie wohl niemals begreifen werden. Die Gesellschaft ist kein soziales Konstrukt, sondern ein soziales Produkt.Engels wagt in seinem Buch den Schluß, dass das Patriarchat mit der Seßhaftigkeit und der damit verbundenen Entstehung von Privatbesitz verbunden ist. Salop formuliert: Da Papa nun seinem Sohnemann gerne seinen Supi-Dupi-Acker vererben möchte, muss die Nachfahrenschaft auch über den Vater eindeutig zu klären sein. Dies führt zur Entstehung der Einzelehe und in deren Folge auch zu einem Besitzanspruch der Männer. Die vermeidung inzestbedingter Missbildungen spielt wohl nur eine untergeordnete Rolle.

Engels sagt das zwar nicht explizit, aber meine These ist, dass die eindeutige Bestimmung der Nachkommen auch einen entscheidenden Einfluss auf frühen Gesetzestexte, also religiöse Gesetze hat -> die Ächtung von Ehebruch bis hin zum Jungfräulichkeitswahn. Die Männer wollen sich eben sicher sein, dass sie keine Kuckuckskinder groß ziehen. Und wie das in der Geschichte eben so ist, entwickelt das Ganze eine fatale Eigendynamik, die zu einer Verdammung und Tabuisiserung weiblicher Sexualität führt, bis hin zur Beschneidung von Frauen um ihnen jegliche Lust zu nehmen.NIemand würde bestreiten, dass Frauen von Männenr über Jahrtausende systematisch unterdrückt wurden. Aber beim modernen Feminismus frage ich mich manchmal, ob man nach der de-facto gleichberechtigung noch verzweifelt nach einer Daseinsberechtigung sucht. NIcht dass es keine Bereiche gäbe in denen Feminismus nicht immer noch gebraucht wird. Aber sowas? C´mon.

Hallo,

Sorry für das Chaos hier. Ich schreibe eben lieber als mich mit der technischen Präsentation zu befassen. Aber das wichtigste ist da: Eine Übersicht der Artikel gibt es hier.

Ich lege darüber hinaus jedem ans Herz mein Facebook-Profil und/oder meine Facebook-Seite zu abonnieren, da gibt es tagesaktuell das Neuste.

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    Trickst die Tagesschau bezüglich des muslimischen Bevölkerungsanteils?

    Die Tagesschau gibt in einer Grafik den muslimischen Bevölkerungsanteil mit 3,5 Prozent an. Nun entsprechen 5,5 Millionen Muslime einem Anteil um die 6,5 Prozent. Ein Beitrag über Definitionen, Äpfel und Birnen.

    Täuschen die Tagesschau und die „Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland – fowid.de“ oder sind sie nur nicht in der Lage, Informationen verständlich zu präsentieren? Man muss sich doch sehr wundern, betrachtet man diese Infografik über die Verteilung der Religionszugehörigkeit in Deutschland. 3,5 Prozent Muslime in Deutschland? Das scheint doch sehr niedrig gegriffen.

    Laut einer Studie der Bundesregierung nahm die Anzahl der in Deutschland lebenden Muslime in den letzten 6 Jahren um 900.000 zu. Das Bundesamts für Migration und Flüchtlinge verortet für 2019 die Anzahl der in Deutschland lebenden Muslimen „zwischen 5,3 und 5,6 Millionen“, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung zwischen 6,4 Prozent und 6,7 Prozent entspräche. Hat sich also die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime innerhalb eines Jahres beinahe halbiert? Wie kann es sein, dass dieser Exodus so unbemerkt vonstatten gegangen ist? 

    Wer die Studie von Fowid selbst liest, anstatt sich auf die irreführende Grafik der Tagesschau zu verlassen, wird schnell fündig. Fowid selbst spricht von „konfessionsgebundenen Muslimen“. Nicht „konfessionsgebundener Muslim“, in der Studie „Kulturmuslim“ genannt, ist nach dieser Bewertungsgrundlage schon, wer weniger als einmal im Monat in die Moschee geht. Bei den christlichen Gläubigen werden die „Kulturchristen“ allerdings nicht herausgerechnet. Die Anzahl der Christen wird über die Melderegister berechnet. Obwohl Fowid auch für diese Gruppe Zahlen über die Regelmäßigkeit der Kirchenbesuche vorliegen, stehen in der von der Tagesschau veröffentlichten Grafik die Balken scheinbar gleichberechtigt nebeneinander. Gerade einmal 3,4 Prozent der deutschen Bevölkerung nehmen regelmäßig an christlichen Gottesdiensten teil. Also müsste man diese 3,4 Prozent „konfessionsgebundener Christen“ den 3,5 Prozent „konfessionsgebundenen Muslimen“ gegenüberstellen. Das hätte bestimmt einen gewissen Wow-Effekt. 

    Kopftuch tragen, doch kein Muslim? 

    Aber wie kommt es, dass die Zahl der Muslime in Deutschland noch einmal um die Hälfte gesunken zu sein scheint? Fowid:

    „War bisher der Anteil der Kultur-Muslime in den Fowid-Berechnungen auf 20 Prozent angesetzt worden, so führen diese empirischen Daten dazu, dass der Anteil der nicht-religiösen Muslime (66 Prozent) auf 40 Prozent gesetzt und damit erhöht wurde. Dabei wurde berücksichtigt, dass der Anteil der Frauen, die eine Moschee besuchen, deutlich geringer ist als bei den Männern, was allerdings nicht verwunderlich ist, weil sie dort getrennt von den Männern sitzen müssen. Ebenso spielen Faktoren wie die Unterschiede zwischen öffentlicher und privater Religionsausübung eine Rolle – also zwischen Moscheebesuch und privatem Gebet.“

    Man kann also durchaus Kopftuch tragen und sich als Muslima bezeichnen, wird aber nicht als Muslim gezählt. 

    Abgesehen von der fragwürdigen Verknüpfung von gelebter Religiosität und regelmäßigem Moscheebesuch sind die zugrunde liegenden Zahlen auch alles andere als aktuell. Sie stammen aus Umfragen aus dem Religionsmonitor von 2013 und einer Befragung von Zuwanderern aus den Jahren 2013–2016. Wer also nur privat betet, wer die Moschee nicht regelmäßig besucht, beispielsweise weil dort für Frauen kein Platz ist, gilt in dieser Grafik nicht als Muslim. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, nicht alle, die aus muslimisch geprägten Ländern sind, als Muslime zu bezeichnen. Damit wird man den Andersdenkenden nicht gerecht. Gerade Ex-Muslime stören sich oft an dieser Zuschreibung.

    Aber deren Anzahl dürfte eher gering sein. Einfach das Kind mit dem Bade auszuschütten, indem man nur regelmäßige Moschee-Besucher als Muslime bezeichnet, wird der Sache jedenfalls ganz und gar nicht gerecht. Diese Zahlen obendrein ganz anderen Zahlen zu Christen gegenüberzustellen, macht die ganze Betrachtung letztendlich wertlos, denn sie unterschreitet damit jedes wissenschaftliche, methodisch-saubere Niveau. Ich möchte der Tagesschau nicht unterstellen, dass sie diese Zahlen bewusst nutzen möchte, um den Kritikern einer von ihnen behaupteten Islamisierung zu zeigen, dass doch alles nicht so schlimm wäre. Um eine irreführende Darstellung handelt es sich aber allemal.

    (Dieser Artikel erschien auf Die Achse des Guten und in der Jüdischen Rundschau)

    Sind Orks schwarz oder deutsch?

    Es reicht. Es reicht mir wirklich mit dieser „woken“ Meschpoke, die meint, jeden Film, jedes Buch, jeden Philosophen durch den Dreck ziehen zu müssen, nur weil sie sich selbst für etwas Besseres halten. Sie schaffen nichts – sie zerstören. So nun geschehen bei einem meiner Lieblingsfilme und -buchreihen Herr der Ringe in einem Artikel des BR „Warum wir gelassen damit umgehen sollten, dass Der Herr der Ringe rassistisch ist“.

    Weil die Orks schwarz und böse seien, die Helden aber weiß und gut, muss es sich im beschränkten Weltbild des Autors um Rassismus handeln. Das funktioniert natürlich nur, wenn man nur die eigene Interpretation des Werks zulässt, den werksgeschichtlichen Hintergrund, die historischen und mythischen Vorbilder ignoriert – und schlichtweg vollkommen Offensichtliches wie die ehemals weißen Könige, die Nazgul, Saruman Der Weiße ausblendet. Nicht mal die Orks selbst sind immer schwarz.

    Ein Werk, das im europäischen Mittelalter angesiedelt ist, hat nun mal überwiegend weiße Menschen im Fokus. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Rassismus zu tun. Ebenso könnte man sich beschweren, dass in Mulan keine Weißen oder Schwarzen vorkommen. Tut aber in diesem Fall niemand – warum? Weil es dem Autor gar nicht um Repräsentation geht. Sondern um den neuen Rassismus der grassierenden Identitätspolitik.

    Aber was soll denn die Diskussion über die Hautfarbe von fantastischen Gestalten überhaupt? Es ging nie um die Hautfarbe. Es geht um mystische Kreaturen, die das Böse repräsentieren. Menschen fürchten die Dunkelheit.

    Wenn ich als Kind „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“ gespielt habe, so habe ich auch keine BiPoc vor meinem geistigen Auge gehabt, sondern eine schwarze Gestalt. Aber sowas kommt in der engen Interpretation des Autors ja nicht vor.

    Aladin El-Mafaalani argumentiert hier zum Beispiel, dass man strukturellen Rassismus überall finden wird, egal wo man sucht. Wer einen Hammer hat, sieht überall Nägel. Und wenn ich die ganze Welt ausschließlich durch meine ideologische Brille betrachte, dann sehe ich auch nur Bestätigungen meiner Ideologie. Wie kann man den post-modernen Ansatz nur so pervertieren?

    „Verderbliche und unwissenschaftliche Rassendoktrin“

    Es gibt hier aber auch wirklich zuverlässig jeden Tag neue Kuriositäten. Dass diese Leute das selber ernst nehmen können, ist eine kognitive Fähigkeit, die wohl nicht jeder entwickelt.

    Ich glaube, diese „kognitive Fähigkeit“ kommt „Glauben“ im religiösen Sinn sehr nahe. So wie manche Leute in ihrem Toast ein Bild von Jesus und andere göttliche Zeichen im Alltag finden, bestätigt sich die Woko Haram überall ihre Ideologie.

    Man kann Herr Der Ringe auch so interpretieren, dass sich die freien Völker, ungeachtet der Rassen, zusammenschließen, um gegen das personifizierte Böse anzutreten. Dass diese Rassen wiederum universelle menschliche Eigenschaften stilisiert repräsentieren.

    Tolkien verweigerte 1938 den Ariernachweis, weil er nicht den Anschein erwecken wollte, die „vollkommen verderbliche und unwissenschaftliche Rassendoktrin“ zu unterstützen, und bezog klar Stellung gegen die „verrückten Gesetze“ der Nazis, wie man im Standard nachlesen kann. In seinem Werk verarbeitete er dann seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg, wo er an der Somme kämpfte. Das historische Vorbild für die Orks sind also streng genommen die Deutschen. Und das müsste dem Autor bei seiner Abneigung gegen Weiße doch wiederum gefallen, wenn die Deutschen die Bösen sind, oder? 

    Aber so äußert der Autor am Schluss doch etwas Einsicht: „Es wäre ein Fehler, den Herrn der Ringe zu canceln, weil man den strukturellen Rassismus darin sieht.“ Oh sehet. Der hohe Inquisitor lässt Gnade walten und gewährt dem Film weiterhin ein Existenzrecht. Hosianna!

    Man kann nur hoffen, dass dieser Irrsinn bald ein Ende hat. Je absurder es wird, je mehr sie sich in die Öffentlichkeit drängen, desto mehr werden Leute mit gesundem Menschenverstand den Kopf schütteln – hoffentlich. Man sieht es ja schon daran, dass in der Film- aber auch der Gamingszene Boykotte von zu offensiv identitätspolitischer Ideologie geprägten Werken stattfinden. 

    Leider entzieht sich der ÖR den regulierenden Gesetzen des Marktes. Also bleibt wohl nichts als Gegenrede und die Hoffnung auf Einsicht.

    Eine atheistische Verteidigung des Christentums gegen den Islam

    Die Empörung über den bestialischen Mord an einem Lehrer in Frankreich ist groß. Aber ist sie auch groß genug?

    Der Vater einer Schülerin hat agitiert und andere aufgehetzt, was letztendlich zu dieser Tat führte. Wir haben es hier nicht mit einem Einzeltäter zu tun und auch nicht mit einem Einzelfall. Die Ablehnung der Meinungsfreiheit ist im islamischen Milieu keine Seltenheit – auch wenn man natürlich nicht pauschal alle Muslime für die Tat verantwortlich machen darf.

    In einer Studie des Exzellenzclusters Münster stimmten 73 Prozent der befragten Türkeistämmigen der Aussage „Bücher und Filme, die Religionen angreifen und die Gefühle tief religiöser Menschen verletzen, sollten gesetzlich verboten werden“ zu. 20 Prozent der Muslime unter 30 Jahren in Frankreich verurteilen nach einer von Charlie Hebdo in Auftrag gegebenen Studie die Anschläge auf das Satire-Magazin nicht. Das ist jeder Fünfte. Das Hauptproblem ist nicht ein islamistischer Terrorist, es sind 100 Muslime, die applaudieren und 1.000, die leise zustimmend nicken.

    Man stelle sich mal vor, ein AfD-Wähler hätte am Unterricht seines Sohnes Anstoß genommen, daraufhin gehetzt, ein ranghohes Mitglied eine Fatwa äh… einen Aufruf starten lassen, worauf ein 18-jähriger Neonazi den muslimischen Lehrer ermordet hätte. Nein. Nicht einfach ermordet: Ihm auf offener Straße den Kopf abgeschnitten – und 20 Prozent der Menschen in Sachsen würden diesen Anschlag nicht verurteilen. Was wäre hier wohl los?

    Mohammed: „Ich wurde groß durch den Terror“

    Jede Religion und Ideologie ist gefährlich. Keine Frage. Im Namen des Christentums wurden unsägliche Grausamkeiten begangen. Keine Frage. Ich denke, als Atheistin, dennoch nicht mehr so schlecht über das Christentum wie noch vor einigen Jahren. Ich habe erkannt, dass man das Christentum von der Institution Kirche trennen muss. Es ist kein Zufall, dass die Aufklärung im christlichen Europa ihren Anfang nahm und nicht in der islamischen Welt. Es ist sinnlos, über Gemeinsamkeiten im Umgang mit Ungläubigen zu diskutieren, die heute so nicht mehr existieren. Für viele ist Religion einfach gleich Religion ohne große qualitative Unterschiede: Ideologie auf der Basis von Hokus-Pokus. 

    Nennen Sie mich naiv, aber ich glaube, dass es einen entscheidenden Unterschied macht, ob die zentrale Figur deiner Religion ein friedliebender Wanderprediger aus Judäa ist, der vom barmherzigen Samariter erzählt und die andere Wange hinhält ­– oder eben ein Warlord aus Mekka, der sechshundert Juden an einem Tag hinrichten ließ, eine Sechsjährige zur neunten Frau nahm, sich (Sex-)Sklaven hielt und mit Zitaten wie „Ich wurde groß durch den Terror“ oder „Ermordet die Ungläubigen, wo immer ihr sie trefft“ glänzte.

    Hinzu kommt, dass Jesus die Aufforderungen zur Grausamkeit und den steinzeitlichen Kanon des Alten Testaments im zentralen Text des Neuen Testaments, der Bergpredigt, erfolgreich demontiert: „Die Alten haben euch gesagt…, ich aber sage euch…“ 

    Im Islam gilt das Prinzip der Abrogation, wonach die zeitlich späteren Verse die zeitlich früheren bei Widerspruch aufheben. Das ist daher problematisch, weil der Prophet Mohammed erst zum Schluss so richtig aufdreht. Zu Beginn musste er sich noch mit den Andersgläubigen arrangieren, aber als er erst mal selbst an der Macht ist, bleibt davon kaum etwas übrig.

    Jetzt denken glücklicherweise nicht alle Muslime auf der Welt so. Wie sagte eine Freundin von mir so treffend: „Nicht jeder Muslim ist ein schlechter Mensch, aber jeder gute Mensch ist ein schlechter Muslim.“ Es ist naiv, diese beiden Religionen bzw. ihr theologisches Fundament über einen Kamm zu scheren und zu glauben, dass diese „Nuancen“ keinen Einfluss auf die Gläubigen hätten. 

    Der Eiertanz der Tagesschau

    Was ich als Atheistin auch lange Zeit nicht wahrhaben wollte, sind die guten Dinge, die vom Christentum, nicht der Kirche, ausgingen. Die Abschaffung der Sklaverei beispielsweise ging maßgeblich von Christen aus. England machte sie als erstes Land weltweit illegal, nachdem sie seit tausenden von Jahren auf der ganzen Welt bestanden hatte. Auch die Entstehung der Menschenrechte befindet sich ideengeschichtlich in der Tradition des Christentums: Vor Gott sind alle Menschen gleich. Eine Entwicklung, die in der muslimischen Welt so nicht hätte stattfinden können, denn wenn der Prophet, das Vorbild aller Muslime, sich Sklaven hielt, dann kann es so falsch ja nicht sein. Und wenn Ungläubige niederer sind als das Vieh, dann sind sie wohl kaum in den Augen Gottes gleich.

    Aber solche Gedanken sind in den Augen der Kulturrelativisten reiner Chauvinismus. Alle Kulturen sind doch gleich wertvoll, oder?

    Symptomatisch im Falle des ermordeten Lehrers ist der Eiertanz der Tagesschau, der linken Mainstreammedien und unseres Außenministers, die Worte Islamismus oder gar Islam tunlichst zu vermeiden. Symptomatisch ist auch das Schweigen weiter Teile der Linken und selbsternannten Antifaschisten. Vor allem, wenn man die monatelange Empörung im Fall Georg Floyd bedenkt. Vielleicht ist es noch zu früh, zu sagen, dass die Empörung in Form einer linken Demonstration oder Kundgebung ausbleiben würde, aber da lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster.

    (Dieser Beitrag wurde am 24.10.2021 auf Die Achse des Guten veröffentlicht)